Am 26.9.2026 fand beim MFC-Triestingtal bereits der dritte Testbewerb zu einer neuen Versuchsklasse im Seglerschlepp statt.

Bei bestem Herbstwetter traten 5 Teams mit insgesamt 10 Teilnehmern an – ein schöner Rahmen, um sowohl die Sportordnung weiter zu verfeinern als auch erstmals die neu entwickelte, browserbasierte Auswertungssoftware im vollen Echtbetrieb zu testen.
Zur Klasse:
Die neue Versuchs-Schleppklasse wird seit einiger Zeit im MFC-Triestingtal entwickelt, federführend dabei Martin Zelger, der gemeinsam mit dem Verein das Reglement Schritt für Schritt schärft. Nach jedem Testbewerb fließen die gesammelten Erfahrungen direkt in den nächsten Entwurf ein. Geflogen wird im Team zu zweit – jeder Teilnehmer muss sowohl Segler als auch Schleppmaschine stellen können, da die Rollen von Durchgang zu Durchgang getauscht werden. Der Segler ist auf maximal 2,6 m Spannweite begrenzt, beim Schleppmodell gibt es keine Einschränkung. Bewusst niedrigschwellig gehalten: auch günstige Schaummodelle sind zugelassen, damit der Einstieg in die Klasse leicht fällt und niemand ein teures Spezialmodell braucht, um mitzumachen.
Zu den Flugaufgaben:
Nach dem Start zieht die Schleppmaschine den Segler auf Höhe (30 Sekunden oder 100m, was früher erreicht wird), ehe dieser ausgeklinkt wird – Ziel ist es, das Schleppseil möglichst punktgenau an einer markierten Stelle abzuwerfen. Der Segler selbst muss danach eine vorgegebene Flugzeit (6.30 Minuten inkl. Schleppzeit) möglichst exakt ausnutzen und schließlich zielgenau an einem markierten Landepunkt landen. Bewertet werden also gleich drei Faktoren im Zusammenspiel: die Präzision beim Seilabwurf, die Segelzeit und die Landegenauigkeit – ergänzt durch die Schleppleistung selbst, denn auch der Schlepperpilot trägt mit einer sauberen, stabilen Führung des Gespanns zum gemeinsamen Erfolg des Teams bei.
Zur Software:
Parallel zur Klasse selbst wurde beim dritten Testbewerb erstmals eine eigens dafür entwickelte, browserbasierte Auswertungssoftware im praktischen Einsatz erprobt. Entwickelt hat sie Martin Koisser, ebenfalls aus dem MFC-Triestingtal, mit dem Ziel, eine moderne, unkomplizierte Alternative zu bestehenden Lösungen zu schaffen – nutzbar sowohl am PC als auch direkt am Handy vor Ort am Fluggelände.
Im Testbetrieb bewährten sich unter anderem:
die automatische Punkteberechnung direkt bei der Eingabe der Wertungsdaten
ausdruckbare Startreihenfolgen und Wertungszettel für die Punktrichter
eine Live-Ansicht der aktuellen Wertung für Zuschauer
der automatische Mailversand der Ergebnisse an alle Teilnehmer direkt nach Bewerbsende, inklusive PDF der Endwertung.
Die Rückmeldungen aus diesem und den kommenden Testbewerben fließen laufend in die Weiterentwicklung der Software ein – aktuell im Fokus für die neue Schleppklasse, mittelfristig soll das Tool aber auch für weitere Modellflugklassen nutzbar gemacht werden.
Wer sich selbst ein Bild von der Software machen möchte, kann sich unter folgendem Link unverbindlich einen Testzugang anlegen und selbst ausprobieren:
https://koisser.net/_Flugbewerbe_Auswertung/public/
Wer sich für die neue Schleppklasse interessiert oder beim nächsten Testbewerb dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen, sich beim MFC-Triestingtal zu melden.