In Mechters, nahe St. Pölten, konnte am 15. August 2026 ein kleines Jubiläum gefeiert werden.

Es fand auf dem Modellfluggelände des MSC Alpenvorland bereits das fünfzehnte Graupner-Classic Treffen, zugleich mit dem Retro- und Antik-Treffen statt.
Wolkenloser Himmel, kaum Wind und gnadenlose Hitze begleiteten die Piloten den ganzen Tag über. Organisator Franz Schaberger konnte eine Pilotin und 44 Piloten herzlich begrüßen. Spezialthema war heuer Graupner Flugzeuge und Hubschrauber aus den Siebziger- und Achtzigerjahren.
Ja, was tummelte sich so in der Luft? Es konnten diesmal auch die eher schwach motorisierten Elektro-Flugzeuge aus der Anfangszeit des Graupner Elektrofluges eingesetzt werden. Besonders hervorgehoben werden der Hi-Fly, Ultra-Fly und Mosquito mit den originalen Antriebssets. Diese Sets beinhalteten einen Bürstenantrieb Jumbo 2000 F, Jumbo 540 oder 550 mit 3:1, bzw. 5:1 Getriebe und damals sieben bis zehn NiCd-Zellen. Heute mit den wesentlich leichteren Lipo-Akkus und RC-Equipment kann man deutlich besser fliegen.
In den Siebzigerjahren gab es bei Graupner einen großen Umbruch. Die ersten Hubschrauber Bell 212 Twin Jet und Bell 47 wurden ins Programm aufgenommen. Aber auch der junge Elektroflug hielt bei Graupner Einzug. Ab Anfang der Achtzigerjahre brachte Graupner einen der ersten elektrisch betriebenen Hubschrauber „Skylark EH 1“ heraus. Freifliegend mit sieben NiCd-Zellen betrug die Flugzeit ein bis zwei (!) Minuten. Mit einem einige Meter langen Kabel konnte man den Hubschrauber mit Hilfe einer Autobatterie länger „gefesselt“ fliegen.
Aber auch die Flugzeuge Piper Cherokee, Trabant, Tourist, Elektra, Middle Stick, Kapitän, Terry, Topsy und der Hubschrauber Bell 212 Twin Jet belebten den Modelflugplatz. Ein hervorragendes Flugbild ergab auch der Schulgleiter „SG 38“. Dieser erinnerte an die Zeiten der Segelflugschulung ab 1938 bis in die Fünfziger- und Sechzigerjahre; dieses Flugzeug wurde seinerzeit in vielen Vereinen eingesetzt.
Sepp Schmirl brachte seine riesige Bell AH-1 „Cobra“ mit und präsentierte ein großartiges Programm. Aber auch die Hubschrauber-Vorführungen von Josef Buchner (Bell 212 und Jet Ranger) und Hans Schloffer (Kaman K-Max) waren beeindruckend. Die Fesselflug-Piloten Franz Wenczel und Franz Ecker zeigten eine spannende Fuchsjagd.
Die Sachpreise für die Tombola wurden vom MBC Alpenvorland, Mani’s Modellwerkstatt, Fa. Kirchert (Wien), Modellbau Lindinger, Heimo Stadlbauer, Aumann RC, Rudi Sailer und Toni Preinreich zur Verfügung gestellt. Der Hauptpreis, ein Hubschrauber-Rundflug, kam von Franz Thoma.
Vielen herzlichen Dank den Organisatoren Stephan Prisching und Franz Schaberger, den Sponsoren und dem Küchen- und Helferteam vom MSC Alpenvorland. Man sieht sich wiederum beim 16. Graupner Classic Treffen im Jahr 2027.

Bilder
--1: Der E-Segler „Mosquito“ mit dem originalen Antrieb Jumbo 550 mit 3:1 Getriebe (Bild: Heimo Stadlbauer)
--2: Der „Trabant“ war Ende der Fünfzigerjahre ein Segelflugmodell, welches bereits mit einer Fernsteuerung Bellaphon ausgerüstet werden konnte (Bild: Heimo Stadlbauer)
--3: Graupner Modelle aus unterschiedlichen Zeitepochen sind hier ausgestellt (Bild: Heimo Stadlbauer)
--4: Die „Elektra“ war neben dem „Satellit“ das erste fernzusteuernde Graupner Motormodell (Bild: Heimo Stadlbauer)
--5: Gruppenbild mit den teilnehmenden Piloten (Bild: Franz Weinhofer)
--6: Diese beiden Oldtimer-Segler nahmen im Rahmen des Antik-Fliegens teil (Bild: Hans Prachinger)
--7: Der Jumbo 550 mit dem 3:1 Getriebe war anfänglich der Elektro-Standardantrieb (Bild: Hans Prachinger)
--8: Zwei klassische Elektro-Modelle, „Hi Fly“ und „Mosquito“ und der mit einem Cox-Antrieb ausgerüstete „Ultra Fly“ (Bild: Hans Prachinger)
--9: Der Hi Fly wurde mit dem Jumbo 2000 F mit einem 5:1 Getriebe geflogen (Bild: Hans Prachinger)
--10: Die Piper „Cherokee“ war bereits ein stattliches Modell, dahinter ein kleines Gummimotor-Modell Bo 209 „Monsun“ (Bild: Hans Prachinger)
--11: Der „Hi-Fly“ mit den Original-Antrieben zeigte einen guten Steigflug (Bild: Hans Prachinger)
--12: Der „Middle Stick“, ausgerüstet mit einem originalen Wankel-Motor knapp vor der Landung (Bild: Hans Prachinger)
--13: Die „Elektra“ war eins der ersten fernzusteuernden Motor-Modelle, ursprünglich war die Bellaphon Einkanal RC-Anlage dafür vorgesehen (Bild: Hans Prachinger)
--14: Das ehemalige Freiflugmodell „Kapitän“ mit einem Selbstzünder-Motor zog seine Kreise (Bild: Hans Prachinger)
--15: Der erste Graupner Hubschrauber „Bell 212 Twin-Jet“ wurde naturgetreu vorgeführt (Bild: Hans Prachinger)
--16: Im Rahmen des Antik-Fliegens ergab der Udet 12a Flamingo, Nachbildung einer österreichischen Udet Flamingo, ein großartiges Flugbild (Bild: Hans Prachinger)
--17: Auch der Fesselflug war mit einer spannenden Fuchsjagd präsent (Bild: Hans Prachinger)
--18: „Chico, Terry und Topsy“, drei klassische kleinere Motormodelle (Bild: Hans Prachinger)
--19: Der Autor mit dem ersten Graupner Elektro-Hubschrauber „Skylark EH 1“ (Bild: Hans Prachinger)
--20: Auch ein Klassiker über Jahrzehnte hinweg, der Graupner „Amigo II“ und die Varianten bis zum „Amigo V“ (Bild: Hans Prachinger)
--21: Die Bell AH 1 „Cobra“ zog alle Blicke auf sich (Bild: Hans Prachinger)
--22: Der Organisator Franz Schaberger hatte alles fest im Griff (Bild: Hans Prachinger)
--23: Der Schulgleiter „SG 38“ beim Landeanflug (Bild: Hans Prachinger)
--24: Mike Pichler startete kraftvoll den Graupner „Hi-Fly“ (Bild: Heimo Stadlbauer)
--25: Drei „Mosquitos“, ein „Hi-Fly“ und ein „Ultra-Fly“, das waren die klassischen Elektroflug-Modelle aus der Frühzeit des Graupner Elektroflugs- im Vordergrund eine „Floride“ Motormaschine (Bild: Heimo Stadlbauer)