Hanno Miorini, BFR Fesselflug

Fesselflug Europameisterschaft in Pazardzhik / Bulgarien

Ende Juli (14.7. – 20.7.2019) fand die Europameisterschaft im Fesselflug der Klassen F2A (Geschwindigkeit) , F2B (Kunstflug), F2C(Mannschaftsrennen)  und F2D (Fuchsjagd) statt. Diesmal hatten sich wieder die Freunde aus Bulgarien die Mühe gemacht einen internationalen Wettbewerb auszurichten. Einziger Teilnehmer für Österreich war diesmal Ivaylo (Ivo) Popov in der Klasse F2A.  Ihm verdanke wir die folgende Schilderung der Eindrücke aus Pazardzhik.

Die Anlage ist sehr schön mit einer neuen Kreispiste für F2C. Die Bedingungen für F2A waren weniger vorteilhaft. (Alte Piste).  Der Platz für F2B konnte die Teilnehmer nicht richtig begeistern, aber die Umstände für F2D waren sehr gut. Die Organisation war ebenfalls gut und auch das Wetter hervorragend. Windstille, sehr warm.

Ivo war mit einem F2A-Modell aus der Ukraine angetreten, welches er mit einem eigenen Tank-System ausgestattet hatte. Die verwendeten Motoren sind bei den allermeisten Teilnehmern, wie bei ihm ebenfalls aus der Ukraine, Marke „Profi“. Abstimmung des selbstgemachten Propellers mit Venturi-Einlass und Resonanzrohr sind entscheidend. Das verwendete Modell hat so ein Potential von über 290 km/h.

Leider konnte Ivo dieses Potential diesmal nicht ganz ausnutzen und gelangte mit einer Maximalgeschwindigkeit von 289,8 km/h auf den 16. Platz von 26 Teilnehmern. Piloten aus Italien (304,9 km/h), Ungarn (302,8 km/h) und Großbritannien (301,0 km/h) belegten die ersten drei Plätze.

Hinweis: In dem kurz darauffolgenden Wettbewerb in Pepinster/ Belgien gelang Ivo ein hervorragender erster Platz mit 290,6 km/h. Herzliche Gratulation!

Zurück zur EM in Bulgarien:

In F2B (Kunstflug) gewann Igor Burger aus der Slowakei vor Piloten aus Russland (Alber Garfutdinov) und der Ukraine (Mykola Turtschenko).

F2C (Mannschaftsrennen) wurde ebenfalls von Russland dominiert (Plätze 1 und 3) mit Zeiten um 3min 10s für 100 Runden.

Das Feld bei F2D (Fuchsjagd) zeigt eine starke Dominanz der Piloten aus Russland, der Ukraine und Ungarn. Unser F2D-Ass Rudi Königshofer konnte diesmal leider nicht dabei sein.

Fazit: Die F2-EM wurde wesentlich von Piloten aus Osteuropa bestimmt, eine traditionell starke Region.

Auf jeden Fall herzlichen Dank an Ivo Popov, der für Österreich die F2-Fahne hochgehalten hat.