LSL Peter Zarfl

Jahresbericht Kärnten 2018

Die Anzahl der Modellflugvereine ist in Kärnten mit 23 konstant geblieben, während die Anzahl der Modellflieger geringfügig auf 1038 gesunken ist. Durch weiterhin intensive Betreuung und Ausbau der Serviceleistungen an die Mitgliedsvereine sollte eine Trendumkehr in der kommenden Saison zu bewerkstelligen sein. Hier ist die Sektionsversammlung Ende November ein wichtiger Beitrag, da diese von den Vereinsobmännern gerne besucht wird. Von den 23 Mitgliedsvereinen sind etwa 20 Vereinsobmänner immer vor Ort und den 50 bis 60 Teilnehmern wird in einem standesgemäßen Auditorium auch einiges geboten. Es wird nicht nur die vergangene Saison beleuchtet, sondern auch alle Neuerungen besprochen, der Terminkalender für die nächste Saison gestaltet und natürlich auch die Ausschüttung der finanziellen Förderung an die Vereine getätigt. Die Höhepunkte sind aber sicher die Referate von LV-Präsident Martin Huber und vom Vizepräsidenten des ÖAeC Florian Süßenbacher, die immer ehrliche und klare Worte zur Situation in Kärnten und im Aero-Club gefunden haben.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass in Kärnten 7 Modellflugvereine – und das sind immerhin 30% - eine Genehmigung zur Flughöhenüberschreitung erhalten haben. Damit ist ein wesentlicher Schritt gesetzt, dass auch in Zukunft der Modellflug im gesetzlichen Rahmen betrieben werden kann.

Eine ganz wichtige Säule im Kärntner Modellflug ist die Durchführung von Wettbewerben in internationalen und nationalen Klassen. Damit ist das Fundament gelegt, dass sich Piloten schon früh mit der Wettbewerbsfliegerei auseinandersetzen. Und hier gibt es einige Beispiele zu nennen, wie das Aushängeschild im Motorkunstflug Gernot Bruckmann, aber auch Dietmar Waltritsch, Björn Wultsch und Michael Novak, der trotz seiner Jugend schon in der internationalen Königsklasse mitmischt. Nicht nur, dass 2 der 3 Stockerlplätze bei der Staatsmeisterschaft F3A von Kärntnern belegt wurden, auch bei der Europameisterschaft konnte Gernot Bruckmann mit einem 3.Rang glänzen. Aber neben F3A wird in Feistritz/Gail auch der Segelkunstflug RC-SK betrieben, der wohl zum Spektakulärsten zählt, was Modellflug zu bieten hat.

Die alt eingesessenen Modellflugklassen wie Segelflug und Seglerschlepp werden in Kärnten im Jauntal und in Feistritz/Drau gerne geflogen und es gab auf nationaler Ebene einige Siege und Spitzenplätze. So wurde in der Gesamtwertung des Österreich-Pokals der Seglerschlepper durch Mayer/Jandl und Hofmeister/Schober ein 2. und 3. Rang erflogen.

Ein ganz junges Kind in der Wettbewerbsszene ist RC-ERES, das in Feldkirchen seine Heimat gefunden hat. Hier wird mit ganz einfachen 2-Achs-gesteuerten Elektroseglern ein  Flugprogramm absolviert, was besonders die breite Masse der Modellflieger ansprechen soll.

Wenn man schon von „einfachen Klassen“ spricht, ist auch gleich eine Kärntner Spezialität zu nennen, die schon seit 35 Jahren existiert und die man als Vorläufer der diversen RES-Klassen bezeichnen könnte: die Kärntner Meisterschaft im Seglerhochstart! Heuer wurde in 6 Teilbewerben über ganz Kärnten verstreut ein Gesamtsieger ermittelt, der wieder einmal Bernd Poppel hieß. In den zweieinhalb Jahrzehnten wurden die Segelflugmodelle immer weiter optimiert und haben heute 2,8m Spannweite bei einem Abfluggewicht von ca. 700g.

Zum Abschluss möchte ich mich bei meinen 23 Vereinen/Obmännern bedanken, die durch ihre Arbeit ein gedeihliches Miteinander in Kärnten ermöglichen.