Herbert Deibl | 10.09.2017

20. Hohe Wand Pokal Klasse Hang Downhill

Geschafft! Was  kaum einer der Gründungsväter im Verein damals für möglich gehalten hätte, ist Realität geworden: Wir  können auf 20 Jahre durchgehende Durchführung dieses Speziellen Bewerbs zurückblicken! Dabei gab es natürlich Hochs und Tiefs, bei den Teilnehmerzahlen, aber auch beim Wetter, schliesslich ist es ein Freiluftsport und wir haben immer nur einen Tag zur Verfügung, noch dazu sind wir nur Gäste am Fuß des Wander-, Kletter- und Gleitschirmparadieses Hohe Wand.

Verblüffend im Rückblick ist, dass es nie ein Problem war, genügend motivierte Helfer für die vielfältigen Aufgaben bei Vorbereitung und Durchführung zu finden. Der Bewerb -“unser“ Bewerb - ist einfach ein fixer Termin im Verein. Leider ist gerade zum Jubiläumsbewerb ein kleines Problem wegen Terminkollisionen mit anderen Bewerben gekommen, Obmann Karl Nagl hat aber sofort auf fähigen Ersatz zurückgreifen können. Ausserdem gab es im Vorfeld die Aberkennung der F3F-Klassenzugehörigkeit, als Ersatz hat der Aeroklub aber einen neue Nationale Klasse namens RC-Hang-Downhill (RC-HDH) eingeführt. Dabei handelt es sich praktisch um dasselbe Reglement, nur entfällt die Regel der Ausflugshöhe. Wir konnten daher die Durchführung unverändert lassen. Die Teilnahme von Vaclav Vojtisek verschaffte uns zudem die Internationalität.

Die Wetterprognose war für den Sonntag wieder mal schlecht . Wie so oft sollte sich aber zeigen, dass wir hier im Osten bei Westwetterlage im begünstigten Bereich liegen. In der Früh dann jedenfalls erst mal bestes Wetter, sogar praktisch windstill und bedeckt. Trotz der Terminkollision mit dem Bewerb in Donovaly (SVK) kommen 17 Starter zusammen, lauter bekannte Gesichter. Karl Nagl als Wbl und LSL Otto Schuch als Jury können pünktlich um neun die Begrüßung machen. Nach der Vergabe der Startnummern kommen die Modelle auf  den Transporter, geliehen von der Firma Holzwurm (dafür besten Dank !), es geht sich problemlos auf einmal aus. Ich fliege wie üblich als Erster. Die Bedingungen sind eher langsam, es gilt also, präzise zu wenden. Trotzdem gibt es schon Zeiten unter 40 Sekunden. Nach 25 Minuten ist der erste Durchgang um.

In der Pause gibt es schon Kaffee und Kuchen. Wie immer haben etliche Modellflieger als Zuschauer den Weg hierher gefunden. Der Anteil der vorbeikommenden Wanderer ist mir aber heuer weniger erschienen, wahrscheinlich wegen der schlechten Wetterprognose. Wir fliegen flott die weiteren Durchgänge bis zum vierten, dann lässt der Druck nach, weil der Bewerb jetzt auf jeden Fall gültig ist. Es ist immer noch schön trocken. Es kommt sogar manchmal die Sonne durch, was sich sofort in noch schnelleren Zeiten niederschlägt. Im 5. Dg fliegt David Stary die Tagesbestzeit von unglaublichen 31,72. Damit ist klar, dass David auch heuer unschlagbar sein wird und seinen dritten Sieg in Folge ansteuert. Er macht alle Bestzeiten bis zum 5. Durchgang, wodurch er einen Tausender als Streicher stehen hat. Dahinter liefern sich vier, fünf Piloten ein knappes Rennen, darunter der einzige Jugendliche, Martin Neudorfer aus OÖ. Als es schließlich doch gegen  Ende von Dg 7 zu tröpfeln beginnt, sind wir schon weit im grünen Bereich. Es werden trotzdem nochmals alle Modelle zum Startplatz gebracht. Prompt hört der Regen wieder auf und wir können mit einem gepflegten achten Flug abschließen. David hat nur in Dg 6 und 7 etwas nachgelassen und Dg 8 wieder gewonnen. Er siegt schließlich mit 6 Tausendern und fast 200 Punkten Vorsprung vor Herbert Bachler, der fehrlerfrei superpräzise Flüge zeigte, und Hans Rossmann, der sich nach einem Nuller im ersten Dg noch nach vor gekämpft hat. Toller Vierter wird der Jugendliche Oberösterreicher Martin Neudorfer. - Gegen 16 h sind wir durch. Es gibt noch in aller Ruhe Palatschinken von unseren fleissigen Kantinenfrauen. Bald ist Siegerehrung. Wir haben Gesamtwertung und NÖ-Lm sowie OÖ-Lm herausgewertet. Die Ehrung nehmen Karl Nagl als Wettbewerbsleiter und LSL Otto Schuch (Jury) vor. NÖ-Landesmeister bei 8 Startern wird hochverdient Herbert Bachler vor Peter Hoffmann und Wolfgang Hirt. Die Oberösterreicher sind zu Viert da, Landesmeister wird Manfred Oberleitner. 

Technik: In der Tabelle ein Überblick über die verwendeten Modelle:

Platz

Pilot

Modell

Hersteller/Anmerkung

1

David Stary

PITBULL

Jiri Baudis

2

Herbert Bachler

PIKE PRECISION

SAMBA

3

Hans Rossmann

PIKE PRECISION

 

4

Martin Neudorfer

PITBULL

 

5

Manfred Oberleitner

PITBULL

 

6

Karl Felbermayer

PITBULL

 

7

Peter Hoffmann

PIKE PRECISION

 

8

Helmut Gronau

AVATAR

JiTom/Aichholzer

9

Wolfgang Hirt

FREESTYLER 3

TUD Demmler

10

Vaclav Vojtisek

SONET 2

VV Model

11

August Greifeneder

STINGER

VV Model

12

Martin Pirker

HURRICANE

Stratair /Kreuzleitw.

13

Alexander Pummer

ULTIMATE PRO

Franz Prasch

14

Helmut Gruber

STRIBOG

RTG Demcicsak

15

Fritz Leeb

NEW SICKLE

Eigenbau

16

Herbert Deibl

HS-E

Eigenbau/Hoffmann

17

Franz Kuda

PITBULL

 


Noch erwähnenswert: 

  • Kein Refly, d.h. kein Hupfehler von den beiden Wenderichtern (Gerhard Tuma, Gerhard Manhalter). 
  • Zwei Baumwipfeltreffer, aber kein Totalschaden.
  • Kein Fernsteuerproblem, aber leichte Telefonprobleme zur Startstelle.
  • Die Computeranlage hat wieder einmal dank Franz Stoiber perfekt funktioniert- allerdings hat Franz wegen eines Problems nochmals schnell nach Hause fahren müssen.
  • Die Starts hat alle wieder Andreas Fink allein gemacht.