06.06.2017 | Georg Kraus, BFR DI Heimo Stadlbauer

RC ERES Bewerbe in Hall i T. und Eppenstein

Puh, wieder zu Hause. Zweieinhalb Stunden, morgens von Salzburg hin und am Abend wieder nach Hause, machen den Tag lang. Aber es hat sich gelohnt, nach Eppenstein zum 1. RC-ERES Bewerb in der Steiermark zu fahren. Genau wie vorige Woche in Tirol. Doch der Reihe nach.

Die Haller, allen voran Ulli Weber vom MBG Hall i T., haben sich bemüht, auch in Tirol einen RC-ERES Bewerb am 13.5.2017 zu veranstalten. Er ist genauso wie Georg Kraus der Überzeugung, dass E-RES einfach wieder zum Ursprung unseres schönen Hobbys führt, zum einen durch das Bauen der "Spreißel-Modelle", und zum anderen durch Thermikfliegen in seiner schönsten Form. Und das alles bei einem sehr überschaubaren Aufwand für den Betrieb und auch für den Wettbewerbseinsatz. Der kleine Platz in Hall ist perfekt für E-RES. Ein weites Flugfeld breitet sich vor einem aus. Nur der Rückraum über den Häusern und dem nahen Dorf darf nicht beflogen werden.

Bodenthermik, ein paar Meter über Grund gefunden, die das Modell in sichere Höhen kreisen ließ, genauso wie "Absaufer", die aus vermeintlich sicherer Höhe eine frühzeitige Landung erzwangen, alles war da. Der jeweilige Helfer war gefragt, ob sich ein taktischer Re-Start lohnt oder nicht, denn während der 9 min Rahmenzeit musste man oft bis zu 3 mal starten, bis man entsprechende Thermik fand und diese ausfliegen konnte. Und da hat's fast jeden einmal erwischt, dass er nicht voll die geforderten 6 min Segelzeit erfliegen konnte. Entsprechend war dann die Reihung nach 6 Vorrunden und 2 Fly Off.

Gewonnen hat ein Neuling bei RES/E-RES, der alle Tipps seiner Helfer in den Vorrunden bezüglich Einstellungen seines nagelneuen Modells beherzigte und uns alle beim Fly Off mit 2 fast vollen Flügen abzockte. Bravo, Karl-Heinz!

Die Reihung nach dem 2. Fly Off:
1. Karl-Heinz Klotz
2. Peter Biller
3. Adalbert Buchwald
4. Georg Kraus
5. Heinrich Helminger.
insgesamt 11 Gewertete.

Der erste RC-ERES Bewerb auf dem Flugfeld der MFSG-ASKÖ Judenburg in Eppenstein am 20.5.2017 war von Thermik und Wind her noch anspruchsvoller. Der Wind kam einmal von West, dann wieder von Ost, quer zum Tal, dann noch die thermisch bedingten Ablösungen in jeder Richtung. Viel Sonne brachte dann entsprechende Auslöser mal links, mal rechts, eher selten über dem freien Feld. Mal ging es ohne zu kreisen wie im Fahrstuhl nach oben, mal konnte man sich scheinbar in eine Welle stellen. Wehe, man erreichte die guten Räume nicht. Da ging’s wieder wie mit dem Fahrstuhl, diesmal nach unten. Weiträumiges Absuchen nach Thermik war manchmal gefragt. Oft waren dann auch steile Abstiege nötig, um rechtzeitig am Punkt zu sein. Erwischt hat es wiedermal jeden! Auch der überlegene Sieger Leopold, hat nicht immer die Zeit vollgemacht. Andreas hat ihm in den Vorrunden nur 2 Punkte Vorsprung gelassen. Die Mann-und Frauenschaft des Vereins hat einen prima Bewerb veranstaltet, der alleine von der Lage des Platzes schon jetzt eine Vorfreude auf das nächste Jahr aufkommen lässt.

Die Reihung, nach wieder 6 Vorrunden und 2-mal Fly Off war dann:
1. Leopold Beham
2. Dr. Roland Schistek
3. Georg Kraus
4. Andreas Brunner
5. Erich Buxhofer
insgesamt 13 Gewertete.

Oft hat man an beiden Plätzen gehört: "ein Bewerb, bei dem man auch zum Fliegen kommt".
Mitautor dieses Berichts und der für diese neue Klasse zuständige Elektroflug-Bundesfachreferent, Heimo Stadlbauer, schaffte sich einen gebrauchten „Baba Jaga“ E-RES Segler an. Nach dem Einbau des Altis-Loggers wurde nach dem F5F-Bewerb in Maria Buch dieser Segler eingeflogen. Ein Kontrast-Programm nach den rasanten F5F-Seglern. Langsam ging es in die Höhe, mit 30 sec Motorlaufzeit soll die Ausgangshöhe von 90 Metern erreicht werden. Mit den F5F-Seglern geht das in ca. zwei Sekunden. Mit den ca. 400 bis 600 g schweren E-RES Modellen heißt es dann für sechs Minuten Segelzeit nach Thermik suchen. Eine gute Ziellandung bringt dann je nach Abstand (maximal 15 Meter) vom markierten Landepunkt noch weitere Punkte. Als Landehilfe ist lediglich ein Spoiler erlaubt. Wie schon oben erwähnt, war die Thermiksuche in Eppenstein eine echte Herausforderung für diese Leichtgewichte. Aber das ist ja das Reizvolle auch in dieser Klasse.

Einfache Handhabung und Technik, die überwiegende Holzbauweise, geringe Kosten, maximale Spannweite von zwei Metern, etc. werden den Erfolg dieser Klasse garantieren! Auf der Homepage www.prop.at kann man die entsprechende Modellsportordnung MSO der Klasse RC-ERES bei Modellflugsport/Nationale Klassen eingesehen werden.

Dank an die Veranstalter, Helferinnen und Helfer!

Die nächsten RC-ERES Bewerbe:
11.6.17 Wr. Neustadt
17.6.17 Enzesfeld
27.8.17 Wr. Neustadt
14.10.17 Kraiwiesen

In diesem Sinne: Wir sehen uns am Platz!