Dietmar Waltritsch, BFR Motorkunstflug

18. F3A-Europameisterschaft

Vom 28. Juli bis 06. August 2016 fand die alle zwei Jahre wiederkehrende F3A- Europameisterschaft statt, die für das Österreichische Team mit einer Sensation zu Ende ging.

Der Austragungsort dieser 18. Europameisterschaft war Untermünkheim/Deutschland, das  etwa fünf Kilometer nördlich von Schwäbisch Hall liegt.

Bereits im Vorfeld der EM reiste das Team Austria  (Team Manager) Dietmar Waltritsch und die Piloten Gernot Bruckmann, Markus Zeiner, Helmut Danksagmüller und Michael Novak sowie die Helfer Gerhard Bruckmann, Franz Zeiner und Meinhard Novak am Donnerstag an, um sich für dieses Event noch dementsprechend vor Ort vorzubereiten.

Freitagmorgen wurde einer der Trainingsplätze aufgesucht und sofort mit dem gemeinsamen Training begonnen. Den Trainingsplatz mussten wir uns nur mit den beiden Teams aus Israel und Großbritannien teilen, somit konnten wir ausreichend Trainingsflüge absolvieren. Zur gleichen Zeit fanden am Wettbewerbsgelände die Anmeldung und Startnummernziehung für die Vorrunde statt, die durch unseren Team-Manager erledigt wurde.

Samstag hieß es ohne Frühstück  raus auf das Wettbewerbsgelände, da für uns um 07:00 Uhr das offizielle Training mit anschließender Modellabnahme stattfand, die auch ohne Probleme funktionierte. Da dem Team für das offizielle Training nur 40 Minuten zugewiesen wurden, blieben pro Pilot 10 Minuten zur Verfügung, um sich auf dem Platz einzufliegen. Anschließend ging es den restlichen Vormittag noch zu einem anderen Trainingsplatz, der sich bestens dafür eignete. Da dort das Flugfenster gleich ausgerichtet war, wie jenes am Wettbewerbsgelände, fanden wir somit die gleichen Windbedingungen für das Training vor.

Eröffnungsfeier:

Pünktlich am Samstag um 15:00 Uhr wurde die EM durch einen ansässigen Trachtenverband  (Die Salzsieder) eingeleitet. Anschließend erfolgten der Einmarsch der einzelnen Nationen sowie diverse Ansprachen und die offizielle Eröffnung durch den Vorsitzenden des CIAM Unterausschusses F3-ferngesteuerter Kunstflug,  Michael Ramel. Mit einer kleinen Flugschau und einem Empfang im Festzelt endete die Eröffnungsfeier gegen 20:00 Uhr.

Die Vorrunde:

Nun hieß es von Sonntag bis Mittwoch für jeden Teilnehmer, täglich nur einen Flug      Vorrundenprogramm P 17 zu absolvieren. Jeder der Teilnehmer musste an diesen Tagen jeweils entweder vormittags oder nachmittags bei zwei wechselnden Punkterichtergruppen antreten. Jede dieser Gruppen bestand aus fünf Punkterichtern. Die Vorrundentage verliefen bei sonnigem Wetter mit teils mäßigem Wind gut. Nachdem alle Teilnehmer vier Vorrunden- Flüge absolviert hatten, standen am Mittwochabend die Halbfinalisten fest. Lassi Nurilla (FIN) konnte mit drei gewonnenen Vorrunden, gefolgt von Gernot Bruckmann (AUT) und Christophe Paysannt-Le Roux (FRA) schon mal die Richtung vorgeben. Die Sensation ist aber, dass unser Team mit Gernot Platz 2, Markus mit Platz 9, Helmut mit Platz 17 und unserem Juniorpiloten Michael mit Platz 30, sich alle für das Semifinale am Freitag qualifizierten. Man konnte jetzt schon mal nachrechnen, welche Länder sich in der Mannschaftswertung an welchem Rang befanden.

Den Reservetag am Donnerstag verbrachte das Team geschlossen am Trainingsplatz, um sich für das Semifinale vorzubereiten. Donnerstagabend gab es für alle Teilnehmer, Team- Manager und Helfer einen gemeinsamen Schwäbischen Abend am Wettbewerbsgelände.

Semifinale und Finale:

Für Gernot mit der Startnummer 3, Markus mit 10, Michael mit 12 und Helmut mit 28 sollte es am Freitag in das Semifinale gehen. Aber leider hat es von Donnerstag auf Freitag in der Nacht geregnet und somit hang die Wolkendecke am Vormittag des Semifinaltages so tief, dass die Modelle in den Wolken verschwanden. Erst am späten Vormittag konnte der erste Durchgang begonnen werden, was zur Folge hatte, dass nur einer statt zwei Durchgängen geflogen werden konnte. Die Jury und Wettbewerbsleitung entschieden  den zweiten Durchgang am Samstagvormittag nachzuholen, was aber auch bedeutete, dass das Finale mit zwei F 17 Finalflügen und zwei Unbekannten aus Zeitgründen nicht im vollen Ausmaß möglich gewesen wäre und daher nur ein F 17 Finalprogramm und eine Unbekannte ohne einen Streicher durchgeführt wurde.

Gernot konnte sich mit einem gewonnen Semifinaldurchgang und Platz 2 im Semifinale schon mal auf das Finale freuen. Markus und Helmut konnten ebenfalls ihre Leistung abrufen und konnten sich mit guten Flügen im Semifinale über die Plätze 13 (Markus) und 16 (Helmut) eine gelungene EM freuen. Unser Juniorpilot Michael konnte sich mit zwei ebenfalls guten Semifinalflügen auf den 24. Platz verbessern und erreichte somit Platz 4 bei den Junioren.

Nach der Startnummernziehung und Ausgabe des unbekannten Flugprogrammes an die zehn Finalteilnehmer, konnte das Finale der besten 10 Samstagmittag starten. Gernot konnte mit zwei super Flügen  den Titel des F3A Europameister, gefolgt von Lassi Nurilla (FIN) und Christophe Paysannt-Le Roux (FRA), seit 1990 (Hanno Prettner) erstmals wieder nach Österreich holen. Und auch in der Teamwertung konnten wir den 2. Platz hinter der Schweiz und vor Frankreich erreichen.

Die diesjährige Europameisterschaft in Untermünkheim/D war eine perfekt organisierte  Veranstaltung, bei der es an nichts fehlte und hiermit möchte ich mich als Team-Manager bei Ewald Trumpp und seinem Team (Mitglieder der MFC-Untermünkheim) bedanken und zu dieser perfekt organisierten Veranstaltung gratulieren.