Christian Brandtner

Neues von den Antiken

Als Antik sieht der moderne Mensch dieser Tage ja schnell etwas. Vom Handy ohne Touchscreen bis zum Haushalt ohne Internet. Auch wir Modellflieger machen da keine Ausnahme. Sender ohne 2,4GHz, Modell wo man vor dem Erstflug noch selbst Hand anlegen muß? Eindeutig Antik. Aus diesem Blickwinkel ist auf alle Fälle der antike Modellflug zu sehen. Es geht dabei um Flugmodelle die vor 1950 konstruiert wurden. Also fast ausschließlich Freiflugmodelle in Rippen/Spantenbauweise aus Holz und Papierbespannung. Diesen Modellen hat sich seit 2006 der aus der IG-ÖAMF hervorgegangene österreichische Antik Modellflug Verein verschrieben. Den Verein mit Sitz in Baden bei Wien leitete 9 Jahre Gerhard Rauter. In der Generalversammlung am 31. Jänner 2016 wurde er hierfür für seine Verdienste um die Antiken von Vizepräsident des ÖAeC Ing. Roland Dunger mit der goldenen Ehrennadel des ÖAeC ausgezeichnet. Zugleich konnte seinem Wunsch nach einer Nachfolge entsprochen werden und ein neuer Vorstand unter der Leitung von Raimund Steuerer wurde einstimmig gewählt.

Die neue Führung hat sich viel vorgenommen und sich folgendes zum Ziel gesetzt:

- Ausrichtung von vier Wettbewerben 2016

- Kontaktaufnahme zu weiteren Antikmodellfliegern Österreichs

- Diskussion über eine Reform der MSO-Wettbewerbsregeln

"Wir verstehen uns als Plattform und Sprachrohr welches allen am Antiken Modellflug interessieren in Österreich zur Verfügung steht" wird Obmann Raimund Steurer zitiert und Obmann Stellvertreter Fritz Mang ergänzt: "Wir wollen die Szene durch eine maßvolle Öffnung des Regelwerks verbreitern und laden alle Interessierten zur Mitgestaltung ein". Interessenten sind eingeladen auf der Website www.oesterr-antik-modellflug-freund.at, per E-Mail an info@öamf.at oder telefonisch Kontakt mit dem Vorstand aufzunehmen. Ein perfekter Anknüpfungspunkt ist auch der Besuch eines Antik-Wettbewerbes des ÖAMF. Solche fanden am 17. April als Osterfliegen und am 1. Mai 2016 in Form der NÖ-LM beide am Flugplatz des MFC Wiener Neustadt statt. Die sieben bzw. acht Teilnehmern zeigten dabei sauber gebaute Modelle und schöne Flüge. Während das Osterfliegen thermisch und windmässig sehr aktiv war, setzten sich bei der NÖ-LM bei für Neustädter Verhältnisse ungewöhnlicher Windstille die langsamen Gleiter mit großer Spannweite durch. Neben dem oft eingesetzten Albatros und der Austria Meise sah man noch selteneres wie Condor, Kane, JU 49 und Sokol. Bei den Sendern war nur mehr ein Teilnehmer mit 35MHz "Antik", der Rest ist bei 2,4GHz in der Neuzeit angekommen. Albert NOVOTNY mit seinem Sokol war eine Klasse für sich. Mit drei Flügen zu je 5 Minuten konnte er sich die Maximalpunktezahl sichern und holte souverän den Titel NÖ Landesmeister 2016. Albert, wir gratulieren Dir zu dieser tollen Leistung! Der Rest des Feldes hatte das Nachsehen und konnte zusätzliche Punkte nur durch präzise Landungen im 10x10m Feld erreichen. Beide Wettbewerbe hatten einige Zaungäste und so mancher Besucher feuerte die Teilnehmer mit launigen Bemerkungen an womit der Humor nicht zu kurz kam. Der Gastgeber MFC Wiener Neustadt konnte die Investition der letzten Jahre in Vereinshütte und Stromversorgung perfekt einbringen und versorgte Teilnehmer, Gäste und Funktionäre vorbildlich mit Speis und Trank. Herzlich Dank hierfür!

Der nächste Antik-Bewerb und zugleich der Abschluss der Wettbewerbssaison 2016 des ÖAMF findet am 28. August am Platz des MFC Wiener Neustadt statt. Wir freuen uns über jeden Gast, Teilnehmer oder an Technik und Modellen Interessierten.

Schriftführer des ÖAMF

Christian Brandtner

info@öamf.at