Börn Wultsch

Österreichische F3A Staatsmeisterschaft 2016

Am 25. Und 26. Juni fand im Rosental am Flugplatz der MFG Klagenfurt die diesjährige Staatsmeisterschaft in der Klasse F3A statt. Von den ursprünglich 14 gemeldeten Teilnehmern fanden sich dann 13 Piloten am Platz ein. Einige Teilnehmer reisten bereits am Donnerstag an um sich an das Flugfeld und die Bedingungen zu gewöhnen. Der Großteil der Teilnehmer traf dann am Freitag ein um noch einige Trainingsflüge bis zum Abend zu absolvieren.
Die zwei Wettbewerbstage waren geprägt von bestem, sonnigen Wetter um die 30 Grad gepaart mit fast Windstille. Die ganze Organisation um den Wettbewerb lief absolut reibungslos, hier konnte man sehen dass man sich schon Jahre kennt und jeder wusste was zu tun ist. Entsprechend entspannt lief alles ab. Die fünf erfahrenen Punktrichter waren mit einem innovativen Direkterfassungssystem der Noten (www.chdscoring.at) über ein Tablet ausgerüstet, so waren die Ergebnisse jeden Fluges sofort am Monitor ablesbar und genossen dann auch entsprechende Aufmerksamkeit aller Teilnehmer. Die drei Vorrundenflüge wurden bereits am Samstag ausgeflogen, die beiden Finaldurchgänge mit den besten 8 Piloten am Sonntag.  Bereits zu Mittag war alles abgeschlossen und wenige Minuten nach dem letzten Flug standen die Ergebnislisten zur Verfügung.
Gewonnen hat Gernot Bruckmann ganz dicht gefolgt von Markus Zeiner. Helmut Danksagmüller konnte mit  aller Erfahrung und Routine den dritten Platz erfliegen. Interessant ist, dass die Platzierung der ersten acht in der Finalrunde exakt gleich blieb wie in der Vorrunde. 
Die im Zuge des Wettbewerbs ausgetragene Kärntner Meisterschaft der Klasse F3A gewann ebenso Gernot Bruckmann vor Michael Novak und Björn Wultsch.
Die von allen Piloten ausgefüllte Techniktabelle lässt schon erkennen welche Tendenzen sich in der F3A-Szene zeigen. Von den 13 Modellen waren 11 Doppeldecker, die sechs Koax-Antriebe sind alle in Doppeldeckern eingesetzt und finden sich unter den ersten sieben Plätzen wieder. Der Hacker Q80 ist dann die Alternative zum Koax-Antrieb. Alleine 5 Sensation sowie 2 Evolaris aus dem Hause Bruckmann zeigen den Einfluss auf die Szene in Österreich.  Bei den Reglern gibt es nurmehr Jeti-Regler, die Spitze setzt komplett auf den Master Mezzon 95, die restlichen sind die bewährten Master Spin 99. Bemerkenswert ist, dass kein Pilot auf einen BEC-Regler setzt. Die meisten Modelle wiegen zwischen 4.500g – 5.000g, einzig Gernot Bruckmann sticht mit einem sensationellen Abfluggewicht von 4.040g nach unten raus. Das erkennt man auch in seinem Flugstil der extrem langsam ist.  Bei den Akkus setzen sich die 4.150er von Hacker durch. Typisch für F3A Modelle ist die hohe Anzahl an Flügen, einzelne Modelle haben bis zu 1.500 Flüge absolviert und sehen immer noch aus wie neu.