Dr. Michael Klimmer (Obmann)

16. Schaufliegen der Arlberger Adler in St. Anton am Arlberg (Tirol)

Trotz widrigster Wettervorhersage für das bevorstehende Wochenende und dem ersten Schneefall auf den Gipfeln des Arlbergmassivs, entschieden sich die "Arlberger Adler" dafür, ihren Schauflugtag planmäßig durchzuführen. Mittlerweile können die Adler vom Arlberg auf zahlreiche Höhepunkte und Erfolge in der 32-jährigen Vereinsgeschichte zurückblicken.

 Zahlreiche Piloten aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und den benachbarten Vereinen folgten der Einladung der Arlberger Adler und trafen sich am Sonntag, den 20. September 2015, am Modellfluggelände St. Jakob zur Austragung des 16. Schauflugtages. Mehr als 30 Modellen unterschiedlichster Bauart und Größenordnung konnten von den zahlreichen Besuchern bewundert werden. Dem Motto entsprechend "Nur Fliegen ist schöner", wurde die ganze Bandbreite des Modellflugsports dem interessierten Publikum vorgestellt.

Über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind die manntragenden Programmpunkte der Arlberger Adler.

Sicherlich erstmalig im Tiroler Oberland und der Gemeinde St. Anton am Arlberg waren die behördlich genehmigten Starts, professionell vorgeführten Synchronflüge und anschließenden Landungen zweier bemannter Motormaschinen vom Typ „Piper PA18 Super Cup“ am Modellfluggelände. Ursprünglich war die Piper PA-18 Super Cub ein zweisitziges militärisches Schul- und Aufklärungsflugzeug des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Piper Aircraft Corporation, welches ab dem Jahr 1949 in Serie hergestellt wurde. Der Erstflug fand am 23. November 1949 statt.

Pilotiert wurden diese manntragenden Flugzeuge von Hr. Antony Nedl aus Innsbruck mit einer Flugerfahrung über 4800 Stunden, davon über 800 Stunden auf Spornradflugzeugen. Zudem verfügt er über die Gebirgsflugberechtigung (Mountainrating).

Die zweite Piper wurde von Hr. Anton Hupfauf, ebenfalls aus Innsbruck, pilotiert. Er verfügt über 1.200 Stunden Flugerfahrung und ist ein erfahrener Banner- und Gebirgspilot.

Das Showprogramm einer „Extra 200“ im bemannten Kunstflug, pilotiert von Stefan Walch aus Landeck, war ein weiterer Höhepunkt dieser Veranstaltung. Als ehemaliges langjähriges Vereinsmitglied verfügt er nunmehr über 2.200 Stunden Flugerfahrung, davon ca. 250 Stunden im motorisierten Kunstflug.

Aufgrund der zahlreichen Flugunfälle bei Veranstaltungen in den letzten Wochen musste der Veranstalter hierfür Sorge tragen, dass während des Kunstflugprogramms die Hauptverkehrsverbindung Tirol - Vorarlberg S 16 für ca. 10 Minuten für den gesamten Verkehr gesperrt wurde.

Am späteren Nachmittag besuchte unser ehemaliges Mitglied, Hr. Helmut Fahrner, mit seinem Gyrokopter die Veranstaltung und fand dabei wiederum großen Zuspruch.

Für das leibliche Wohl wurde in alter Manier gesorgt. Als besondere Attraktion für Kinder gab es das bekannte Luftschloss mit Rutsche.

Die Beifallskundgebungen der zahlreichen Zuschauer bestätigen die Beliebtheit unserer Veranstaltungen und bestärken uns darin, den eingeschlagenen Kurs beizubehalten.