Daum Josef, F3C Teammanager

F3C WM in Kärnten

Wie sich bereits vor einiger Zeit  abzeichnete bekam der Österreichische Aeroclub den Zuschlag für die Durchführung der FAI f3CN Weltmeisterschaft , welche alle zwei Jahre in einem anderen Land stattfindet.

Als Austragungsort wählte das Organisationsteam um F3C/F3N Bundesfachreferent Harald Zupanc die Ferienregion Klopeinersee. Nach zweijähriger intensiver Vorbereitungsphase war es dann am 2. Juli soweit.

Im Herzen Kärntens in der Ferienregion ST. Kanzian am  Klopeinersee wurde die 16. Heli Weltmeisterschaft ausgetragen.

Die Gegend in unmittelbarer Nähe des Klopeinersees bot den Piloten und Teilnehmen eine einzigartige Infrastruktur mit unzähligen Lokalen ,Restaurants und Kneipen.

Erwähnenswert wäre auch noch, dass auch für die Begleiter und Mitreisenden eine Vielzahl von Aktivitäten rund um den Klopeinersee möglich waren sodass niemals Langeweile aufkommen konnte.

Das Gelände, auf dem die Vorrunden und Finaldurchgänge ausgetragen wurden, befand sich auf  Feldern in der Nähe des Klopeinersees. Unzählige Firmen ,Zeltbauer und freiwillige Helfer verrichteten im Vorfeld unzählige Arbeitsstunden  damit sie für die Bewerbe nutz bar waren. Neben dem Hauptfeld (Main Field) stand noch ein F3N Feld  zur Verfügung. Ausgetragen wurden die F3C- Vorrunden auf dem Hauptfeld und die F3N- Vorbewerbe auf dem dafür vorgesehenen Bereich.

Die Firma AEWO (www.aewo.cc ) wurde mit der live Übertragung sowie der weltweiten  medialen Berichterstattung beauftragt und war mit zahlreichen  Kameraleuten und dem dazugehörigen Equipment und Know How nach St.Kanzian angereist.

Zum F3C-Team gehörte Bernhard Egger, Andreas Kals und Kevin Eggerstorfer als Senior-Piloten und Thomas Rettenbacher als Junior-Pilot. Zu den Helfern und Callern zählten Josef Kals , Peter Rettenbacher und Karl Eggerstorfer. Begleitet wurde das österreichische Nationalteam von Irmgard  Rettenbacher, Carmen Reichegger und Anna Eggerstorfer.

Insgesamt fanden sich 85 Teilnehmer aus 21 Nationen der Welt ein und Österreich konnte auch einen Teil der offiziellen Mannschaft stellen, Manfred Geyer als Judge der Klasse FAI-F3N und BSL Manfred Dittmayer als Jury-Member.

Untergebracht war das gesamte österreichische Team in der Pension Unterburg in St Kanzian.

Die Zimmer waren gut ausgestattet und an der Hausbar konnte man den Tag noch einmal Revue passieren lassen.

Durch den Veranstalter wurden 3 offizielle Trainingsfelder zur Verfügung gestellt. Das Österreichische Team bekam die Möglichkeit am Fluggelände des MFC – Jauntal St. Stefan zu Trainieren und wurde vom Verein tatkräftig unterstützt.

Die Eröffnungsfeier fand am Strandbad Nord  statt , da gleichzeitig die seit einigen Jahren am Klopeinersee stattfindende Veranstaltung „See in Flammen“ seine Tore geöffnet hatte. Somit konnten beide Events voneinander profitieren und der Heli-Eröffnungsveranstaltung einen passenden Rahmen geben. Musikgruppen und Zauberkünstler sorgten für ein abwechslungsreiches Programm, das für jeden etwas dabei hatte. Den Abschluss des „See in Flammen“ Events bildete ein großartiges Feuerwerk, das alle Anwesenden in Atem hielt. Nach dem Einzug der Nationen und den Eröffnungsworten durch Präsident Michael Feinig- und Altpräsident Alois Roppert, gab es noch Festansprachen durch CIAM Vertreter Lucio Della Toffola. Der offizielle Teil der Eröffnung beinhaltete auch das Hissen der FAI-Fahne unter dem Abspielen der dazugehörigen Hymne. Ein weiterer Programmpunkt sah die Flugvorführung der Red Bull 

Rotorwings mit ihren Tragschraubern und einer Bücker Jungmeister vor. Beide boten eine eindrucksvolle Show am abendlichen Himmel über dem Klopeinersee.

Klarer Favorit mit 4 F3C-Weltmeistertiteln im Gepäck war Hiroki Ito aus Japan und zeigte dies eindrucksvoll mit jeweils 4 erflogenen 1.000-ern in den Vorrundendurchgängen.

Beim ersten Vorrundendurchgang konnten auch unsere Piloten mit einer soliden Leistung den 1. Wettbewerbstag abschließen. Bernhard Egger hatte bereits seit Anfang des Jahres mit technischen Problemen zu kämpfen und war mit dem 7. Rang sichtlich zufrieden. Thomas Rettenbacher unser „Junior“ zeigte auch einen guten Flug und sicherte sich den 18.Platz. Andreas Kals konnte seine Klasse nicht ausspielen und erreichte bei windigen Verhältnissen den 31. Platz. Kevin Eggerstorfer , welcher zum ersten Mal an einen internationalen Wettbewerb teilnahm ,sicherte sich am ersten Tag den 27. Rang.

Am 2. Tag der Vorrundendurchgänge behielten Bernhard und Thomas ihre Platzierungen bei , Andi konnte sich vom 31.auf den 27. Rang verbessern und Kevin landete auf Platz 29.

Beim dritten Durchgang verbesserte sich Thomas um einen Rang und war somit 17. Andi hatte bessere Bedingungen gegenüber dem Vortag und arbeitete sich auf den 24. Platz vor .Bei Bernhard und Kevin änderte sich nichts und behielten ihre Platzierungen 7 und 29.

Im  Vierten und alles Entscheidenden Durchgang über den  Einzug ins Finale rutschte Bernhard auf Rang 8, Andreas sicherte sich Platz 25 und Kevin beendete den Durchgang als 30. Somit waren die Vorrunden beendet.

Thomas  wurde  16. und konnte leider am Finale nicht Teilnehmen. Aber nach diesem Durchgang hatte Österreich den Junioren Weltmeister in der Klasse F3C.

Thomas Rettenbacher aus Salzburg konnte mit seinen Leistungen die anderen Junioren mit Abstand hinter sich lassen und wurde verdient Junoiren Weltmeister.

Am Freitag wo die ersten Finaldurchgänge geflogen wurden ,durfte Thomas die Kalibrierungsflüge der Punkterichter durchführen. Wie mir im Laufe des Tages zu Ohren kam waren einige Piloten vom Kalibrierungsflug positiv überrascht, und teilten mir mit dass er mit seiner Präzision die Platzierungen im Finale aufgemischt hätte .

Bernhard Egger kamen im Finalprogramm die fehlenden Trainingseinheiten zum tragen,und rutschte einige Paltzierungen nach hinten.

Nach 3 Finaldurchgängen konnte er die Weltmeisterschaft 2015 auf den 14 . rang beenden.

Weltmeister mit 1000ern in allen Durchgängen wurde Hiroki ITO aus Japan gefolg von Ennio Graber und  Iso Masatoshi auf den 3. Rang

Die Weltmeisterschaft endete mit einer ebenso großartigen Abschlusszeremonie, als wie sie eröffnet wurde. Mit dem Einmarsch

der Nationen, und mit ebenso langen

Reden der VIP´s. Die Siegerehrung zog sich zwar aufgrund der vielen

Ehrungen, im Einzel, der Junioren und der Mannschaften im F3C als

auch im F3N verständlicherweise etwas hin, jedoch ist es der krönende

Abschluss für alle teilnehmenden Sportler und für eine gelungene

Veranstaltung.

Abschließend kann ich von meiner Seite als F3C Teammanager auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken und wünsche unserem Heliteam und Junioren Weltmeister Thomas viel Glück und Erfolg bei der Europameisterschaft 2016 in Polen.

Außerdem möchte ich mich bei allen Beteiligten ,Helfern und Organisatoren recht Herzlich Bedanken, die für die reibungslose Durchführung der F3CN Weltmeisterschaft 2015 in Kärnten ihre Zeit und Energie zur Verfügung gestellt haben. Ein großes Lob auch an Harry Zupanc der so ein tolles Event auf die Beine gestellt hat. Weiteres möchte ich mich beim Obmann des MFC St. Jauntal Paulitsch Gerhard bedanken der uns das Trainingsgelände zur Verfügung gestellt hat.