BFR Max Dillinger

Top-Ergebnisse unserer Fesselflieger in Frankreich

Vergangenes Wochenende fand in Landres der 31. Grand Prix von Frankreich statt. Er zählt zu den wichtigsten Wettbewerben in Europa. Geflogen wurden die Klassen F2A-Speed, F2G-Elektro-Speed, F2B- Kunstflug, F2C-Team Race, F2F-Profilrumpf Team Race, wobei nur in F2B kein österreichischer Teilnehmer am Start war.

In F2A startete wiederum Ivo Popov, der bereits im 2 Tage vorher stattgefundenen  Dutch Grand Prix eine sehr gute Zeit geflogen war und den 4. Platz erreichte.  Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem neuen Modell packte er sein Spitzenmodell aus und erzielte im 4. Durchgang mit 288,5 km/h die drittbeste Zeit. Sein Ziel, über 290 km/h zu fliegen, verpasste er damit nur knapp. Gewonnen hat Francis Capo mit 290,0 km/h.

In F2G-Elekro-Speed waren Franz Marksteiner und sein Sohn Maximilian am Start. Diese noch in den Anfängen steckende sehr neue Klasse findet immer mehr Anhänger. Die Modelle, die mit über 200 km/h nahezu geräuschlos durch die Luft jagen, sind schwierig zu fliegen. Franz Marksteiner erreichte 242 km/h und war damit der schnellste Teilnehmer. Er stellte mit dieser Geschwindigkeit auch einen neuen österreichischen Rekord auf. Sein Sohn Maximilian flog 213 km/h und dies bedeutete den 4. Platz für ihn.

In F2C war das ungarisch/österreichische Team Istvan Mohai/Hans Straniak am Start. Wie auch im Dutch Grand Prix war das erklärte Ziel, in die Semifinalläufe zu kommen. Durch die neue Regel, dass nur mehr Motoren mit 3 mm Vergaserdurchmesser geflogen werden dürfen, haben sich die Abstände zwischen den einzelnen Teams sehr geweitet. Im Moment sind die Lerner Motoren de facto unschlagbar, da sie die einzigen sind, die regelmäßig mit Top-Speed mehr als 50 Runden mit einer Tankfülllung fliegen können. Unser Team, das einen Yugov Motor fliegt, versuchte auch, über 50 Runden zu fliegen. Dies gelang, nur ging es zu Lasten der Geschwindigkeit. Die schnellste Zeit in den Vorläufen erzielte das Team Boderenko Yurii/Lerner Semen mit 3:13,2, im Semifinale war das Team Makarenko Volodymir/Fulitka Volodymir mit 3:17,7 das schnellste. Sowohl Lerner als auch Fulitka, beide aus der Ukraine, bauen ihre Motoren selber. Unser Team erzielte im Semifinale mit 3:34,2 die insgesamt achtbeste Zeit. Gewonnen hat das Finale das Team Boderenko/Lerner mit 6:37,7 vor dem französischen Team Surugue Pascal/Suruge Georges mit 6:40,6 und Makarenko/Fulitka, das in der 124 Runde ausfiel.

In der Klasse F2F-Profilrumpf Team Race war das Team Max Dillinger/Hans Straniak am Start. In dieser Klasse gibt es kein Semifinale und es wurden nur 2 Vorläufe geflogen, wobei die drei Schnellsten der Vorläufe das Finale bestreiten. Die Motorenprobleme, die unser Team während des Dutch Grand Prix hatte, konnten durch Nachtarbeit behoben werden. Im ersten Vorlauf wurde das Rennen nach 4:14,3, beendet, eine Zeit die weit unter den Erwartungen unseres Teams lagen. Um ins Finale zu kommen, mußte man unter 4 Minuten fliegen. Im 2 Durchgang hatte unser Team Losglück und konnte einen zweier Lauf mit dem Schweizer Team Borer/Studer bestreiten. Dies war ein sehr packendes Rennen, das das Schweizer Team durch einen Überholer kurz vor Ende mit einem Vorsprung von 0,5 Sekunden gewann. Trotzdem reichte die Zeit unseres Teams von 3:53,1 hauchdünn zum Einzug ins Finale. Die viertbeste Zeit war 3:53,6. Das Finale über 200 Runden bestritten die Teams Fitzgerald Mike/Needham Ed, England, sie erzielten mit 3:49,9 die beste Vorlaufzeit, Borer Anton/Studer Heiner, Schweiz, und Dillinger Max/Straniak Hans, Österreich. Es gab 2 Finalrennen, denn im ersten flog das Team Borer/Studer dem englischen Team ins Model und beschädigten es. Sie wurden dafür disqualifiziert. Da noch keine 100 Runden geflogen waren, mußte laut Reglement das Rennen mit den verbleibenden 2 Teams neu gestartet werden. Beide Teams flogen gleich schnell, doch durch die besseren Tankstopps hatte unser Team bereits 2 Runden Vorsprung als der englische Mechaniker bei der dritten Zwischenlandung das Modell nicht fangen konnte und das Modell in den Kreis rollte. Damit war das Rennen für unser Team gewonnen und Dillinger konnte das Rennen alleine zu Ende fliegen. Die Zeit von 7:50,0 ist dementsprechend gut. Unser F2F Team hat in diesem Jahr bereits einen 2. Platz in Breitenbach, Schweiz, und einen 3. Platz in Pepinster, Belgien, erreichen können.