Text u. Bilder: Wolfgang Lemmerhofer

30 Jahre Firmenjubiläum Modellbau Lindinger

Der Firmenaufbau von Modellbau ’Lindinger’ wurde in vielen Fachzeitschriften hinlänglich beschrieben. Angefangen hat Fritz Lindinger im Gemischtwarengeschäft seiner Eltern in Molln. Wegen Platzmangel wurde nach einiger Zeit der Umzug in die ehemalige Schischuhfabrik ‚Dachstein’, ebenfalls in Molln gelegen, erforderlich. Auch diese Räumlichkeiten wurden zu knapp und so wurde der Neubau mit Logistiklager an der Autobahnabfahrt Inzersdorf an der Phyrn-Autobahn in Angriff genommen.

Mit Ende des Jahres 2014 zog sich Fritz Lindinger immer mehr aus dem Tagesgeschäft zurück und mit Matthew ‚Matt’ White-Lindinger  fand Fritz nicht nur einen Schwiegersohn sondern auch einen erfolgreichen Geschäftsführer seines Unternehmens.

Wer es nicht selbst erleben konnte, hat etwas verpasst. Sehr viel sogar! Am 29. u. 30. Mai  stürmten tausende Besucher und Kunden das Geschäft und ließen sich die Neuheiten von den Herstellern und Großhändlern  zeigen. Der gesamte Parkplatz glich einer Zeltstadt samt einem großen Bierzelt. Das mit großer Spannung erwartete Highlight der beiden Tage war aber die Airshow.

Die besten Showpiloten aus dem In-und Ausland folgten der Einladung. Und es waren klingende Namen.

Sebatiano Silvestri , Gernot Bruckmann, Alexander Balzer, Markus Rummer, Robert Sixt, die Hubschrauber-WM Teilnehmer Bernhard Wimmer und  Thomas Rettenbacher, Dunkan Bossion, Sepp Schmirl, Ernst Keplinger, Bernhard Teufl, Michi Almer, Wolfgang Krahofer jr. und viele weitere absolute Toppiloten zeigten Ihr können. Franz Almer moderierte gekonnt  in seiner unnachmaligen ruhigen und witzigen Art durch die Airshow. Das Horizon Jetteam kam mit drei großen F86 Jets und zeigte einen tollen Synronflug.

Gernot Bruckmann brachte seine neue Fokker DR1 mit. Das Modell entstand aus einem Kit vom Amerikaner Bill Hempel und hat eine Spannweite von 4,8m. Das Modell wiegt 86kg und wird von einem 800ccm Siebenzylinder Valach Sternmotor angetrieben. Gernot zeigte bei seinen Flügen dass er zur absoluten Weltspitze im Modellflugsport gehört. Die Darbietungen mit dem phantastischen Sound des großen Sternmotors waren einmalig. Durch die Größe des Modells und des unbeschreiblich realistisch klingenden Sternmotors glaubte man einen echten Fokker Dreidecker in der Luft zu erleben.

Mit Quique Somenzini und David Ribbe holte Matt auch einen der wichtigsten Piloten und Entwickler nach Österreich. Quique war nicht nur 2007 F3A Weltmeister sondern er gewann viermal das TOC (Tournament of Champions). Quique zählt in den Fachkreisen als der Erfinder des 3D Flugstils, also extreme Flugfiguren ohne nennenswerte vorwärts  Geschwindigkeit, wie etwa der Torquerolle.

An beiden Vormittagen war ‚freies Fliegen’ für Hersteller möglich. Die moderierten Airshows an beiden Tagen begannen gegen 14:00 Uhr.  Vom Wetterglück begünstigt zeigten die Piloten atemberaubende Flüge. Wie wir aus gut informierten Kreisen gehört haben, wäre Freitag abends beinahe das Bier knapp geworden. Das sagt schon etwas aus über die vielen tausend Besucher die sich nach den Einkäufen und der Airshow im Zelt stärkten. Das 30 Jahre Jubiläum beim ‚Lindinger’ wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Und Matt White-Lindinger feierte noch seinen 30. Geburtstag. Gratulation und viel Erfolg für die nächsten 30 Jahre.