BFR und TM Martin Rodemund

F3P WM 2015 in Pruskow – Polen

Nicht unweit der Polnischen Hauptstadt Warschau fand die 2. F3P (Indoor) Wm im Motorkunstflug statt.

Das österreichische Team – mit dem regierenden Weltmeister Gernot Bruckmann an der Spitze - traf am Tag vor Beginn der ersten Trainingsflüge größtenteils per PKW ein.

Was uns alle positiv überraschte, war die gute Vorbereitung und die Location. Zum einen war das Hotel nur wenige Meter von der Radsporthalle – BGZ-Arena – entfernt, was sich in den kommenden Tagen als sehr komfortabel herausstellen sollte, zum anderen ist auch die BGZ Arena von den Dimensionen riesig (die Chance, an die Decke oder an eine Wand zu fliegen, ist eher gering).

FOTO BGZ ARENA

Am Samstag 14-3-2015 begann dann mit den ersten Trainingsflügen die 2. F3P WM. Jeder der anwesenden Piloten hatte 4 Flüge. An diesem Tag führten wir auch die Registrierung unseres Teams sowie die Modellabnahme durch.

Hier sei angemerkt, dass sich die Technik seit der letzten WM 2013 enorm weiterentwickelt hat. Koax ist Standard, Propeller waren vermehrt aus Balsaholz. Gewicht – kaum mehr zu wiegen… (ein „normaler“ Indoorflieger hat nur mehr um die 39 Gramm – wohlgemerkt abflugbereit mit Akku etc…. ), – wobei die Maschinen für diese WM zumeist etwas vergrößert wurden, da die Halle enorme Ausmaße hat. So war das durchschnittliche Gewicht der Modelle um die 50-60Gramm…. Zumeist wird nur mehr in Kohle ein Gerüst gebaut – welches mit Kondensatorfolie (ist ein Hauch von nichts) bespannt wird.

Am Sonntag, nach weiteren Trainingsflügen, gab es dann um 16 Uhr die Eröffnung. Österreich wie (fast) immer als erster und Spurenleger beim Einzug…

Foto Eröffnung 1 und 2

Danach dann der spannende Moment – mit welchen Startnummern werden unsere Burschen ausgestattet ? Nachdem bei dem Teammanagermeeting die Piloten nicht anwesend waren (sein durften), hatte ich als Teammanager die ehrenvolle Aufgabe (immer das Risiko dabei, nachher von den österr. Piloten geprügelt zu werden…), die Startnummern zu ziehen. Aber es war nicht so schlecht…  9 Fuchs Oliver, 28 Gernot Bruckmann, 33 Erwin Baumgartner und 50 Martin Brandmüller… Gut aufgeteilt in allen Gruppen…

In den 4 Grunddurchgängen am Dienstag und Mittwoch waren unsere Mannen dann sensationell – und ich muss ganz ehrlich gestehen, ein so tolles Ergebnis habe selbst ich nicht erwartet.

Gernot auf eins, Martin auf 2, Erwin auf 9 und Oliver mit einer sensationellen Leistung auf 16 – und damit als 4. In der Juniorwertung ganz knapp - um 15 Promille!! den 15. Platz und damit das Stockerl und um 2 Plätze das Finale verfehlt – schade – trotzdem eine tolle Leistung !

Aber für die anderen 3 war damit das Finale der letzten 14 gesichert– Österreich war damit in der Teamwertung zum klaren Favoriten avanciert. 

Am Donnerstag hatten dann die 14 Finalisten die Möglichkeit, das Finalprogramm zu trainieren. Gernot stellte bereits beim Training seine Favoritenrolle unter Beweis. Am Nachmittag fuhren wir dann nach Warschau zu einer Stadtbesichtigung.

Am Freitag dann das Finale. Sensationelle Flüge aller Finalisten – schlussendlich aber war es klar…

Gernot alter und neuer Weltmeister F3P

Brandmüller leider auf Platz 4 abgerutscht und damit Blech – aber hätte man „Brandy“ vor der WM gefragt…. Ein Riesenerfolg !

Baumgartner bei seiner ersten WM schlussendlich auf Platz 7

Und Oliver Fuchs wie schon gesagt – auf 16 und Blech in der Juniorenwertung

Österreich als Team ganz überlegen – Teamweltmeister F3P 2015 (mit 15 Punkten Vorsprung!! auf Finnland)

Beim Aeromusical  am Samstag konnte Gernot zum 3. Mal, nach Einzel und Team – triumphieren und sicherte sich auch in dieser Wertung den Titel….

Mit der anschließenden Siegerehrung und der „Closing Ceremony“ war dann die für die österr. Piloten, den ö. Aeroclub und die gesamte ö. Nation so erfolgreiche 2. WM F3P zu Ende – zum Abschluss gab es noch ein Bankett im Hotel (zum Empfang für uns auf jedem Tische eine volle Flasche Vodka – wir mussten uns im Laufe des Abends noch von anderen Tischen etwas ausleihen gg).

Als Conclusio muss ich vor allem den österreichischen Piloten danken. Diese haben mit viel persönlichem Einsatz, mit enormem Zeitaufwand für Training und Modellentwicklung und auch mit einem riesigen finanziellen Engagement dieses sensationelle Ergebnis erflogen und ermöglicht.