Michael Bene

Gründer der österreichischen F3K-Szene, Werner Stark, in Linz gestorben

Anfang der 90er Jahre brachte Werner Stark HLG-Nachrichten und  Aktivitäten nach Österreich, traf sich mit neugierigen Einsteigern und “Umsteigern”.
1994 begegneten wir uns endlich persönlich bei den “Nordlichtern” beim Wettbewerb in Ülzen, lernten Kai Erdmann vom auferstandenen Aufwind kennen, waren so begeistert von der neuen Modellsportart, dass wir fortan Wettbewerbe in Deutschland und schließlich auch in Österreich  besuchten.
In den “Gründerjahren” tastete man noch nach den Regeln (“nur max. 2 Servos”, “keine Mietwerfer”). Werner ,hochwerfend mit Speerwerfer-Vergangenheit und leichten, funktionalen Eigenbauten, gewann bald den Bavaria-Cup. Im HLG-Boom sammelte und förderte Werner talentierte Jugendliche und war Mentor und Motor der wachsenden HLG-Szene. Die heute fast vergessene Speerwurftechnik schuf Evolutionsschübe bei Modell-Funktionalität und Wurfbewegungs-Optimierung. Werner sammelte und verteilte Informationen in großzügiger Weise, trug zur Wettbewerbs-Organisation als gelernter IBM-Techniker maßgeblich bei (noch hören wir seine Stimme beim Tonband-Aufruf zu den Wettbewerbsrunden).
Im Jahr 2000 besuchten die 4 Österreicher Werner Stark, Wolfgang Zach, Lois Schuster und Michael Bene das Internationale Hand Launch Glider Festival in Poway bei San Diego; Wolfgang, schon rotationsstartend, hielt mit den besten Amis mit! Wir fanden in San Diego die berühmte Top Gun Bar und reisten über den Pacific-Highway zum Heimflug nach San Franzisco.
Seit 1999 mit dem Aufrtitt Dick Barkers beim IHLGF hat sich die Diskus-Technik verbreitet und ab 2000 die Speerwurftechnik und gleich auch die Bungee-Klasse weitgehend verdrängt.
Werner war stets von schöpferischer Kreativität (bei holzhandwerklicher Kompetenz) erfüllt, entwarf neben KIS auch den “Meterprügel” Mini-KIS und ungelenkte scharfe Hochwurf-Gleiter, beteiligte sich auch an den Experimenten zur Unlimited_HLG-Klasse; wie hätte er sich gefreut, meine wiederbelebte ERWA 8 wieder fliegen zu sehn!
Werner war ein hilfsbereiter guter und fairer Kamerad, er fehlte uns schon in den letzten Jahren seines Rückzuges aus dem Wettbewerbsgeschehen; im Rückblick verdient er unsren Respekt und unser lebendiges Gedenken.
Sollte nicht in Zukunft ein Österreichischer HLG-Wettbewerb seinen Namen tragen?
Meine bewegte Anteilnahme gilt seiner Familie!
Graz, 8.3.2015