Kurt Planitzer

F3B – RES eine neue Wettbewerbsklasse

R =Rudder  |  E=Elevator  |  S=Spoiler
Wie vielleicht vielen von euch aufgefallen ist, gibt es eine neue Wettbewerbsklasse im Modellsegelflug. Über den großen Teich schwappte diese Klasse über England, Deutschland und Türkei nach Europa über. Die Modelle sind bewusst auf ein Minimum an Technik und Material begrenzt. Auch die Flugaufgabe sowie der Hochstart sind ebenfalls einfach gehalten. Es erinnert ein wenig an die Anfangszeiten des HLG. Es gibt auch schon eine Reihe an käuflich erwerbbaren Modellen. Jedoch sind der eigenen Fantasie kaum Grenzen gesetzt.

Zum Modell:

Die Spannweite darf maximal 2m betragen. Das Gesamtgewicht max 5kg.
Gesteuert wird nur über Höhe und Seite. Querruder sind verboten.
Bei Nurflügelmodellen dürfen nur zwei Ruder verwendet werden.
Die Landeklappen müssen mindestens 50mm vor der Flügel Hinterkante, sprich keine Wölbklappe, angebracht sein.
Jeder Teilnehmer darf zwei Modelle im Wettbewerb einsetzen, jedoch nur eines während des Durchganges. (Rahmenzeit)

Das Modell ist in “überwiegender” Holzbauweise erstellt.

a)   Im Flügel dürfen lediglich für die Holme, Flügelverbinder und Nasenleisten GFK/CFK/Kevlar-Rohre oder Profile  verwendet werden (ansonsten Holz)

b)   Der Heckausleger für das Leitwerk darf aus GFK/CFK/Kevlar-Rohr oder Profil bestehen.

c)   Der Holzrumpf darf zur Festigkeitserhöhung auf der  mit GFK/CFK/Kevlar beschichtet sein.

 

Nicht erlaubt ist der Einsatz,

a)    eines Voll GFK/CFK/Kevlar- oder sonstigen Kunststoffrumpfes

b)    eines in GFK/CFK/Kevlar Schalenbauweise erstellten Flügels oder Leitwerks, auch keine GFK/CFK/Kevlar-D-Box.

c)     eines Leitwerks oder Flügels aus GFK/CFK/Kevlar-beplankten Schaum- oder sonstigen Kunststoff.

d)    feststehender oder einziehbarer Vorrichtungen zum Abbremsen des Modells bei der Landung am Boden. An der Unterseite des Modells darf nichts hervorstehen außer den bis zu zwei Hochstarthaken (Größe: je 5mm breit x 15mm hoch, von vorne gesehen) Die Hochstarthaken können verstellbar sein, jedoch darf die Verstellung oder das Ausklinken nicht über die Fernsteuerung erfolgen.

e)    Von Ballast, der sich nicht innen im Modell befindet und an der Zelle sicher befestigt ist.

f)    Jeder Informationsübertragung vom Flugmodell zum Wettbewerbsteilnehmer, mit Ausnahme der Signalstärke, der Empfängertemperatur und der Spannung der Empfängerbatterie (keine Variometer)

g)    Von Telekommunikationssystemen auf dem Fluggeländer für Wettbewerbsteilnehmern und Helfern (Funkgeräte und Telefone eingeschlossen)

Zum Ablauf des Wettbewerbs:
Die Aufgabe besteht darin, in einer Rahmenzeit von 9 Minuten, einen 6 minütigen Zeitflug mit Punktlandung zu absolvieren.
Der Hochstart erfolgt mit einem Gummiseil (fertiges RES System bei EMC Vega erhältlich).
Die Gesamtlänge der Hochstarteinrichtung lautet wie folgt. 14,8m Gummischlauch und 100m Nylonseil. Ausgezogen wird das
Ganze auf 150m. Durch den Veranstalter markiert.
Die Landefelder werden ebenfalls markiert. Die Wettbewerbsteilnehmer und Helfer dürfen sich dem Landepunkt nur auf 10m
im Umkreis nähern.
Die Landefelder sind gekennzeichnet.
Geflogen wird in Gruppen von 4 – 8 Piloten.
Wertung:

Jede Sekunde sind zwei Punkte. Für die Landung werden ebenfalls Punkte vergeben.
Siehe PDF.
Bei einem Neustart (in der Rahmenzeit) beginnt die Zeit von neuem zu laufen. Es zählt immer der letzte Flug. Es sind
unbegrenzt Versuche möglich. Landungen außerhalb der Rahmenzeit werden mit 0 bewertet. Die Flugzeit endet ebenfalls mit
der Rahmenzeit. Landungen außerhalb der Rahmenzeit werden ebenfalls mit 0 bewertet.
Das genaue Regelwerk (deutsche Fassung 2014) steht als PDF zum download zur Verfügung.
Vielleicht hab ich bei dem einen oder anderen Piloten Interesse geweckt, an einem RES Wettbewerb teilzunehmen.
Der Vorteil dieser Klasse liegt klar auf der Hand. Einfach, günstig, stressfrei.
Durch die klare Reglementierung des Modells, ist ein ausufern der Materialschlacht wie in den meisten Klassen, nicht möglich.
Die Union Eisenerz veranstaltet am 23. August 2015 den ersten österreichischen RES Wettbewerb in Admont (Stmk.).

Ausschreibung folgt im Prop