Nach einigen Jahren Pause war es wieder einmal soweit: Ein steirischer Verein, der UMFC-Graz beschloß, einen RC-III Wettbewerb durchzuführen. Bereits am Freitag reiste der größte Part der Teilnehmer an, um die Möglichkeit, am Wettbewerbsgelände trainieren zu können, wahrzunehmen. Dies stand unter (noch) stressfreier Atmosphäre, und so nutzten einige Piloten die Gelegenheit auch "Nicht-Bewerbs-Figuren" zu demonstrieren. Besonders hervorzuheben die Dietrich-Brüder: Sie zeigten atemberaubende Schauflugfiguren (Rollenkreise perfekt geflogen und Torque-Rollen, die sogar einige der "ganz Grossen" nicht besser zeigen können). Dem Training folgte noch ein gemütlicher Abend im nahen Gasthof: In einer netten Runde wurde zum allgemeinem Gaudium kräftigstes Fliegerlatein aufgetischt.
Am nächsten Tag ging es dann aber wirklich zur Sache: Nachdem sich alle Piloten gemeldet, und ihre Startnummern gezogen hatten, folgte der offizielle Teil: LSL Krasser sprach ein paar einleitende Worte, gefolgt vom Obmann des UMFC Graz, Herrn Peter Cmyral, der sich besonders freute, dass doch eine genügende Anzahl von Piloten aus ganz Österreich gekommen waren (ein erster Bewerb ist für den Veranstalter immer eine Bauchwehpartie). Herr Polaschek Hermann übernahm als Wettbewerbsleiter noch kurz den technischen Teil der Eröffnung und startete schließlich die Wertungsflüge um 9:30 Uhr.
Vom ersten Durchgang an konnte sich der Lokalmatador, Peter Hebel an die Führung setzen, und er dachte auch nicht daran, diese Position im Laufe des Bewerbes wieder abzugeben. Er konnte die für ihn bekannten Platz- und Wetterverhältnisse optimal ausspielen und somit seinen ersten RC-III Wettbewerb gewinnen. Für mich waren es die besten Flüge die Peter jemals gezeigt hat. Aber auch die Konkurrenz akzeptierte dies: "Was soll i machen, er is einfach besser als i", war als Zitat eines Konkurrenten am Rande zu hören.
Im Kampf um die Plätze machten die beiden Dietrichs mächtig Dampf, und neben den sowieso immer ernstzunehmenden Routieners, zeigte auch der Youngster Daniel Hammer, dass er in Zukunft wohl auch für vordere Platzierungen gut sein wird. Norbert Polatschek bewies, nachdem er seinen Yamada durch gutes Zureden doch noch zum Durchlaufen überreden konnte, dass auch er immer noch weiss, wie man aufs Stockerl fliegt. Über das hintere Feld zu reden wäre sinnlos, denn dieses gibt es heutzutage nicht mehr. Bis hin zum letzten Platz wurden Flugleistungen gezeigt, die vor ein paar Jahren noch für Spitzenpositionen gereicht hätten. Somit gibt's eigentlich nur noch die begehrten Stockerlplätze und ein dichtgedrängtes Mittelfeld, dass bis zum letzten Piloten zurückreicht. Aber was soll´s, wie heißt es doch in der Wirtschaft: "Konkurrenz belebt den Markt!"
Allgemein gesehen war es ein angenehmer Wettbewerb. Das prachtvolle Wetter unterstützte sicher noch die positive Stimmung. Während der Mittagspause zeigte der Wettbewerbsleiter, Hermann Polaschek, noch kurz das neue F3-A Programm für 2002. Von einigen beobachtenden Piloten erfuhr ich, dass er es zum aller ersten Mal flog, sozusagen also eine "Unbekannte". Ich, und auch einige Piloten waren uns einig: "net schlecht" - das lässt für die kommende Saison hoffen.
Für den austragenden Verein, war es ein erster Kontakt mit der Materie RC-III und zugleich ein schöner Erfolg. Von Seiten des Obmanns war zu hören, dass man auch in Zukunft wieder einen solchen Bewerb durchführen will. Ich kann daher nur alle Piloten ermuntern, sich diesen Termin für nächstes Jahr vorzumerken. Die Anlage des UMFC-Graz ist eine der schönsten Modellflugplätze Österreichs und die Atmosphäre tut ihr Übriges dazu, um ein tolles Wettbewerbs-Wochenende verbringen zu können.
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