Helmut (Danksagmüller) und Erich (Filgas) machten sich am Sonntag mit dem Auto Richtung Spanien auf den Weg.
Markus, Franz (Zeiner) und ich hatten geplant, auch am Sonntag um 10.00 Uhr mit der AUA nach Madrid zu fliegen - aber besser man fliegt nicht mit der AUA. Auf einem Umweg über München erreichten wir Madrid dann um ca. 18.00 Uhr am Abend. Unser Freund Norbert Fischer machte sich bereits am Samstag mit seinem Ford Transit und den Modellen von Markus und mit diversem Zubehör auf dem Weg. Sonntag, als wir in Madrid gelandet waren, erfolgte der erste Anruf bei Norbert, und siehe da, er war bereits 20 km vor Toro - unserem Domizil für die nächsten 14 Tage. Norbert hat die Strecke von 2540 km in 28 Stunden Gesamtfahrzeit zurückgelegt. Ein Wahnsinn!!
Markus, Franz und ich verbrachten noch den Abend und die Nacht in Madrid und erreichten unser Reiseziel Toro, mit unserem Mietauto, dann am nächsten Tag um die Mittagszeit.
Der Empfang im Hotel Juan II war sehr nett, aber wir hatten gleich die erste 'sprachliche' Hürde zu bewältigen - mit Englisch kam man hier nicht weit. Glücklicherweise hatte Franz einen kleines Langenscheidt-Wörterbuch und ich einen Reiseführer, mit den wichtigsten Floskeln dabei - diese beiden Bücher wurden noch sehr viel benötigt in den nächsten 14 Tagen.
Das Wetter an unserem ersten Tag war bewölkt, teilweise regnerisch, aber überhaupt nicht kalt. Nach dem wir unser Gepäck in den Zimmern verstaut hatten, ging es natürlich gleich zum Wettbewerbsgelände nach Coreses. Wir mussten feststellen, dass noch kaum Vorbereitungen getroffen waren und das Gesamtbild eher einen unordentlichen Eindruck auf uns machte. Es waren auch keine Infos über Wettbewerbsablauf und Trainingsplatz vorhanden. Es konnten nur 2 Personen am Platz Englisch, diese wussten jedoch auch nichts über den Trainingsplatz.
Einige Piloten waren auch schon am Gelände: Italiener, San Marino und Irland.
Auf eigene Faust machten wir uns auf die Suche nach dem Trainingsplatz, da im Bulletin eine Kurzbeschreibung war. Endlich, nach 30 km in der Prärie, Almendra del Pan, gesucht, gefunden und blankes Entsetzen auf unseren Gesichtern. Ein verwildeter, aufgelassener, mit Schlaglöchern und Steinen versehener alter Fußballplatz, ein altes verrostetes Tor war auch noch vorhanden. Zum Boden: alles ausgetrocknet und wie eine Steppe.
Na ja, jetzt geht's so richtig los:
Dienstag, 27.8.2002
Wetter: windig, kühl
Den ganzen Tag verbrachten wir auf den Wettbewerbsgelände. Am Nachmittag stoßen auch Helmut und Erich zu uns. Es wurde auf einer Piste geflogen, die, wie wir erst später erfuhren, für den Wettbewerb nicht verwendet wurde. Noch immer keine offiziellen Infos über den Trainingsplatz.
Mittwoch, 28.8.2002
Wetter: sehr heiß, windig (mäßig)
Heute zeigten wir den Beiden (Helmut und Erich) den Trainingsplatz, waren dort den ganzen Tag auch alleine. Erich hatte Zeit seinen zweiten Sender zu vervollständigen, sollte dieser vielleicht doch gebraucht werden. Am Abend kamen unsere Fliegerfreunde aus Liechtenstein und meinten nur, dass sie hier sicher nicht fliegen werden.
Donnerstag, 29.8.2002
Wetter: sehr heiß, wenig Wind
Den ganzen Vormittag verbrachten wir mit dem Abfahren von Feldwegen, um vielleicht doch eine schönere Möglichkeit zum Trainieren zu finden - viele Kilometer, kein Erfolg. Jedoch war unsere Route Richtung Valladolid - wo Helmut bereits zu Hause im Internet einen Modellflugplatz gefunden und auch mit Erich bei der Anreise bereits besichtigt hatte.
Dort angekommen wurden wir herzlich von 2 Modellfliegern empfangen und es war auch kein Problem eine Flugerlaubnis zu erhalten. So gegen Abend versammelten sich sehr viele Spanier und zum Glück konnte einer Englisch. David bot uns dann auch sofort seine Hilfe an, sollten wir sprachliche Probleme haben und einen Dolmetscher benötigen, könnten wir ihn jederzeit auf seinem Handy erreichen.
Heute freuten wir uns schon auf´s Abendessen bei Mc Donalds - wie zu Hause.
Freitag, 30.8.2002
Wetter: in der Früh so zwischen 11° und 13°, tagsüber jedoch dann sehr heiß
Norbert machte heute einen Ausflug nach Portugal ans Meer, ich blieb im Hotel und die Piloten und unser Helfer Franz absolvierten sehr zeitig einen Flug am Wettbewerbsgelände und dann ab auf dem Trainingsplatz (Fußballplatz). Das Wettbewerbsgelände machten einen sehr guten Eindruck, da haben viele Helfer die vergangene Woche noch hart gearbeitet.
Am Abend vorgesehenes Team-Manager Meeting um 18.00 Uhr - der tatsächlich Beginn fand dann um 20.00 Uhr mit der Startnummernverlosung statt.
Markus flog in der Gruppe A, Helmut und Erich in Gruppe B und es war nur ein Pilot zwischen den Beiden - etwas blöd, da sich die Beiden ja gegenseitig helfen.
Samstag, 31.8.2002
Wetter: sehr windig, Wind wechselte auch teilweise während des Fluges.
Heute fand der erste Durchgang statt. Markus flog am Vormittag bei 90° starkem Querwind, Erich und Helmut am Nachmittag; Erich war beeindruckt vom Stil des Champions - Christophe Paysant-Le Roux.
Montag 2.9.2002, Dienstag 3.9.2002 und , Mittwoch 4.9.2002 Zusammenfassung:
Wetter wie bisher, immer Wind, tagsüber heiß;
Erich fühlt sich sehr wohl und ist leistungsstark, Helmut und Markus gelingen nur teilweise gute Flüge, bei Markus ist immer sehr viel Wind, egal ob er Vormittag, Nachmittag oder am Abend fliegt.
Wir freuten uns jedoch am Mittwoch Abend alle sehr, da wir in der Teamwertung den 3. Platz erreicht haben und alle 3 Piloten auch ins Semifinale gekommen sind.
Die Abendgestaltung am Wettbewerbsplatz haben die Portugiesen übernommen. Es gibt einen guten portugiesischen Rotwein - fast schon Likör(25%) - und kleine Snacks - Portugal wird im Jahr 2004 die nächste Europameisterschaft austragen.
Donnerstag, 5.9.2002
Wetter: sehr heiß
Norbert unternimmt einen Ausflug nach Portugal und ich besuche mit den Liechtensteinern, Barbara ,Yvonne und Nick (mit ck) die Kulturhauptstadt 2002 'Salamanca'.
Die Piloten und Franz trainieren den ganzen Tag in Valladolid, wo so gegen Mittag das französische Team mit Christoph Paysant-Le Roux und den Chefs der Firma Yamada eintreffen und auch trainieren. Es herrscht zuversichtliche Stimmung.
Freitag, 6.9.2002
Wetter: eigentlich nicht viel anders als bisher - heiß und windig
Das Semifinale beginnt um 10.00 Uhr, leider haben alle 3 Piloten keine hervorragenden Flüge. Das Hauptproblem liegt beim exakten Stop der Snaprollen; dies kostet allen sehr viele Punkte. Leider hat es heuer keiner geschafft ins Finale zu kommen.
Endplatzierung: Helmut (Danksagmüller) 12. Platz, Markus (Zeiner) 14. Platz und Erich (Filgas) 17. Platz
Samstag, 7.9.2002
Wetter: sehr starker Wind, bewölkt aber kein Regen
Am Vormittag haben wir unsere Autos für die Heimreise beladen. Den Nachmittag verbrachten wir am Flugplatz um uns die Wertungsflüge und das unbekannte Programm anzusehen. Am Nachmittag entschied sich Norbert bereits abzureisen.
Die Endwertung: 1. Christophe Paysant-Le Roux
2. Roland Matt (hat CPLR sehr gefordert und ist ihm sehr nahe
gekommen)
3. Marco Benicasa
Teamwertung: 1. Deutschland
2. Liechtenstein
3. Österreich
Die Siegerehrung fand mit einiger Verspätung und total unorganisiert am Platz statt. Das Flugplatzbuffet hatte bereits am frühen Nachmittag geschlossen. An diesem Nachmittag waren aber auch sehr viele Zuschauer aus der Umgebung am Platz anzutreffen.
Das Abschlussbankett sollte um 21.30 Uhr stattfinden. Der Einlaß war jedoch erst um 22.00 Uhr. Wie so einiges war auch dies etwas unorganisiert - es hatten nicht alle einen Sitzplatz, aber die Veranstalter konnten gut improvisieren. So um 2.00 Uhr früh kamen wir dann ins Bett und am Sonntag reisten wir alle ab.
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