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KLEINEMPFÄNGER - Reichweitentests / Fortsetzung.....

    Im prop-Testbericht der Ausgabe 2/2000, Seite 19, wurde zunächst die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Senderantennen untersucht. Anschließend wurden vier verschiedene Empfänger auf ihre Reichweitenwilligkeit überprüft.
     Diesmal harrten 4 Kleinstempfänger ihres Reichweitenbefähigungsnachweises. Als Sender diente wiederum der Graupner MC-16/20, FM 35 Mhz mit dem Senderakku 8 NH-3000 CS. Die Senderspannung änderte sich wäh-rend der Tests geringfügig von 10,8 auf 10,6 V.
Hier eine Übersicht über die Empfänger:
Testnr. Firma/Type Antennenlänge (m) Gewicht (g) Abmessungen B H L (mm) (cm³)
1 Graupner XN 12 1,0 13,0 20,5 x 11,3 x 38,0 *) 8,8
2 Multiplex Pico 4/5 0,88 17,7 17,3 x 17,4 x 47,2 14,2
3 Webra Pico S 5 0,58 8,0 14,7 x 11,6 x 48,8 *) 8,3
4 Webra Nano S 6 1,0 16,3 20,0 x 17,3 x 49,4 17,0
     Die so*) gekennzeichneten Empfänger sind mit Mikro-Quarzen bestückt!

      Zur Empfängergröße sei festgehalten, daß alle Originalquarze mehr oder weniger aus den Gehäusen heraus-ragen. Die oben angeführten Abmessungen beziehen sich jedoch nur auf den Gehäusequerschnitt. Dieses Her-ausragen der Quarze bringt nicht nur Ärger beim Einbau (gerade in kleinen Modellen mit knappen Rumpfquer-schnitten) sondern mißachtet, daß das Gehäuse ja der Elektronik und dem Quarz Schutz gegen Druck und Schlag bieten soll.

      Zwei Reichweitentests wurden bei jedem Empfänger vorgenommen. Einmal mit zusammengeschobener und dann mit vollausgezogener Originalantenne.

Hier also die Meßergebnisse:
Testnr. Senderantenne eingeschoben Senderantenne ausgezogen
1 75 m 320 m
2 65 m 300 m
3 10 m 60 m
4 85 m 550 m
     Die Tests wurden wieder am selben Gelände und unter ähnlichen Bedingungen vorgenommen, wie bei oben erwähnten. Für den Empfängerstrom sorgte ein frischgeladener 4-zelliger SANYO-500 mAh. Am Empfänger wurden wieder die Kanäle 1-3 mit Rudermaschinen belegt. Diesmal wurden die Empfänger, gegenüber der "In der Hand halten-Methode" der letzten Testreihe, jeweils auf einen Holzstab befestigt, um eine eventuelle Körperableitung zu vermeiden. Die Antenne hing herab und die Empfangseinheit wurde mit ausgestreckter Hand vom Körper gehalten. Die obigen Meßergebnisse wurden dann notiert, sobald die Rudermaschine 1 ganz leicht zu zappeln begann. Dabei blieb die Anlage aber in allen Fällen weiter funktionsfähig, die Sendersteuerbefehle wurden von den Rudermaschinen also noch immer prompt ausgeführt. Alle vier Empfänger sind gegen Rauschunterdrückung mit einer squelch-Stufe ausgerüstet (squelch/engl.: = den Mund stopfen!), auch die neueste Version des Webra Nano S 6! Zum Webra Pico S 5 muß unbedingt festgehalten werden, daß er als Indoor-Empfänger (Kurzantenne) konzipiert wurde und auch dafür Verwendung finden sollte. Im Outdooreinsatz bei der B 52 und einem ähnlichen Modell mit zwei E-Motoren und BEC! traten jedoch keinerlei Empfangsprobleme auf!

      Ich kann hier nur wiederholen, daß die Funktionalität der Empfangsanlage, besonders mit jedem Meter an Höhengewinn, weit über die angegebenen Entfernungen hinausgeht. Die obigen Werte sind also nur als eine Art "Bodensicherheitsreichweite" zu betrachten und nicht als absolute Reichweite. Erst wenn diese völlig ausgeschöpft ist (Entfernung oder Höhe), bleiben die Steuerbefehle des Senders wirkungslos. Dann allerdings droht das Modell davonzufliegen oder wegen zu starker vom Empfänger verursachter Eigenausschläge (Fremdsignale) abzustürzen. Es ist ja recht gut und schön, wenn man in die vorhandene Fernsteuerung volles Vertrauen legt, doch grenzt es an Blauäugigkeit, wenn man immer wieder sieht, daß E-Modelle, meist auch noch mit BEC und einem Sender mit Wendelantenne, in Bodennähe, weit über die "Bodensicherheitsreichweite" hinaus gesteuert werden.

      Wenn auch der Webra Nano S 6 als eindeutiger Testsieger beim Reichweitentest hervorging, fällt der Graupner XN 12 dabei gar nicht so sehr ab, wird aber sicher seine Anhänger wegen der geringen, praktischen Abmessungen (8,8 cm³) finden. Unbedingt angemerkt muß werden, daß die obigen Meßergebnisse auf keinen Fall allgemeingültig sind und eben nur auf die vom Tester verwendeten Geräte und die gewählte Meßart zutreffen.
Oskar Czepa
Internet: www.czepa.at
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