Ing. Wolfgang Semler | 02.01.2018

Futura - Feel the need for Speed

Unter diesem Slogan bietet der Hersteller FMS Model im Vertrieb von Horizon Hobby das Modell Futura an. Damit dieser Satz kein hohles Wort bleibt, sorgt ein 80 mm, 12 Blatt- Impellerantrieb mit einem 5.000 mAh, 6s Akku. Er verleiht dem gerade mal 1.060 mm spannende Modell eine fast eine brachiale Antriebsleistung. Der Jet aus EPO ist dem bekannten Jetmodell Futura nachgebildet und soll dessen sehr gute Kunstflugeigenschaften besitzen, eben nur in einem kleineren Maßstab.

Lieferumfang:

Geliefert wird die Futura in RTF-Bauweise, wobei Tragfläche, Seiten- und Höhenleitwerk mit dem Rumpf noch zu verbinden sind. Sämtliche Komponenten wie Servos, Impellereinheit samt Regler, Einziehfahrwerk und Verkabelung ist bereits werkseitig erledigt und bedarf keiner weiteren Arbeitsschritte mehr. Zusätzlich ist bereits die farbige Lackierung inklusive Dekorbogen aufgebracht. Das als Tiefdecker ausgelegte Modell besteht aus hochwertigem EPO40 Material. Die Oberfläche ist so fein strukturiert, dass man aus einer Entfernung von wenigen Metern nicht mehr erkennt, dass es sich hier um ein Schaummodell handelt. Der 6s, 5.000 mAh Flugakku findet seinen Platz unter der großzügig bemessenen und abnehmbaren Cockpithaube. Für ausreichenden Schub sorgt ein 3270-KV2000 Motor, der einen 80 mm 12-Blattimpeller antreibt. Versorgt wird die Antriebseinheit von einem 100 A Predator ESC Regler, der auch gleichzeitig die Versorgung des Empfängerstromkreises übernimmt. Die Verteilung der Steuersignale erfolgt zentral über eine Verteilerplatine, welche für Übersichtlichkeit im Rumpf  sorgt und die Anzahl der Kabel reduziert. Neben den üblichen Funktionen Seite, Höhe, Querruder und Gas ist die Futura noch mit Landeklappen ausgestattet. Sie sind bereits werkseitig voreingestellt und benötigen dadurch nur einen Kanal am Empfänger. Das Einziehfahrwerk ist als massives Alu-Fahrwerk mit Klappen ausgeführt. Das Bugfahrwerk ist in Kombination mit dem Seitenruder steuerbar.

Montage:

Aufgrund des hohen Vorfertigungsgrades fallen hier nur Schraubarbeiten an der Tragfläche, Seiten- Höhenleitwerk an. Im Prinzip ist die Montage problemlos, doch bei Fixierung der beiden Tragflächenhälften mit dem Rumpf muss man sehr vorsichtig vorgehen, denn die Hälften lassen sich nur sehr schwer bis zur Wurzel einschieben. Dadurch ist es nicht so leicht die Schrauben einzudrehen, denn die Durchführung in der Tragfläche und das Loch mit dem Gewinde liegen nicht auf Anhieb deckungsgleich übereinander. Das Nachschieben der Flächenhälfte muss sehr vorsichtig und ohne Druck auf die Schaumoberfläche erfolgen, sonst gibt es unschöne Dellen im Rumpf und Tragfläche. Hier sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und mehrmals probieren, damit die Verbindungen auch wirklich passen. Für den elektrischen Kontakt sorgen entsprechende Steckverbindungen, die bereits vorkonfektioniert und fix eingebaut sind. Damit das Höhenleitwerk in der Ausnehmung am Rumpf gut sitzt, ist es empfehlenswert, die Kabel vorsichtig in Richtung Rumpfinneres zu schieben. Dort ist ausreichend Platz vorhanden, dass sogar die Steckverbindungen leicht untergebracht werden können. Apropos Steckverbindungen - man sollte die Verbindung zusätzlich mit  einem Schrumpfschlauch sichern. Dieselbe Vorgangsweise gilt es auch bei der Montage des Seitenleitwerks einzuhalten. Der Empfänger erhält seinen Platz an der rechten Rumpfseitenwand oberhalb der Verteilerplatine. An dieser Stelle ist er dem Flugakku nicht im Weg, dadurch kann der Schwerpunkt leicht einjustiert werden. Anschließend kann es gleich mit der Programmierung der Ruder und Landeklappen in das eigene Fernsteuersystem weitergehen. Dies erfolgte ohne Probleme, da die Gestänge bereits werkseitig korrekt voreingestellt sind. Nach dem Auswägen des Schwerpunkts mit dem CG-Meter von XICOY kann bereits der Weg zum Fluggelände angetreten werden.

Erprobungsflug:

Jedoch verzögerte der spätherbstliche Nebel den Erstflug um Tage, sodass dieser erst an einem halbwegs brauchbaren Samstagvormittag Ende Oktober erfolgen konnte. Nach den üblichen Ruderchecks und dem Fototermin –man weiß ja nie, rollte die Futura auf dem Taxiway in Richtung Startpiste. Nach dem der Himmel frei war, konnte der Gashebel in Richtung Vollgas wandern. Mit halb gesetzten Klappen raste das Modell die asphaltierte Startbahn entlang und hob nach ca. 20 Metern ab. Der anschließende Steigflug zeigte bereits, dass hier mehr als ausreichend Leistung zur Verfügung steht. Nach der ersten Linkskurve wurde der Gashebel auf Halbgas reduziert und es folgten die ersten Eingewöhungsrunden. Da bisher alles zur Zufriedenheit des Piloten verlief, konnte das Fahrwerk eingefahren werden, wodurch die Fluggeschwindigkeit merklich zunahm. Nun folgten die ersten Manöver, wie Rolle, Aufschwung oder Immelmann. Alle Figuren macht die Futura brav mit und darüber hinaus fliegt sie ohnehin wie auf Schienen. Nach ca. fünf Minuten Flugzeit folgte die Landung. Auch sie verlief problemlos, einfach nach dem Ausfahren des Fahrwerks und der Landeklappen das Gas reduzieren und die Futura zur Landung hereinschweben lassen. Das massive und gefederte Fahrwerk fängt etwaige Landestöße problemlos ab, sodass das Modell weich aufsetzt.

Debriefing:

Mit der Futura des Herstellers FMS im Vertrieb von Horizon Hobby erhält man als Pilot ein alltagstaugliches Jetmodell mit E-Antrieb. Aufgrund seiner Größe passt es bequem in jeden Mittelklassewagen. Die ausgewogenen Flugeigenschaften verleihen dem Modell ein sehr großes Geschwindigkeitsspektrum. Nicht nur im Flug besitzt das Modell sehr gute Eigenschaften, auch die Montage erfolgt sehr flott und unkompliziert. Daher kann für die Futura eine klare Kaufempfehlung für den fortgeschrittenen Piloten abgegeben werden.


Technische Date:
Modellname 80 mm Futura
Typ: Impellermodell
Bauweise: Foam EPO40
Hersteller/Vertrieb: FMS/Staufenbiel
Peis: EUR 369,--
Aufbau:

Rumpf: Foam EPO40
Tragfläche: Foam EPO40
Leitwerk: Foam EPO40
Abmessungen:

Spannweite: 1.060 mm
Länge: 1.170 mm
Tragflächeninhalt: 22 dm²
Flächenbelastung: 113,6 g/dm²
Gewicht (Herstellerangabe): 2.500 Gramm
Fluggewicht Testmodell: 2.528 Gramm
verwendeter Antrieb:

Motor: Brushless 3250-KV2000
Propeller: Impeller 80 mm
Regler: ESC100A
Akku: E-Flite 6s, 5.000 mAh
verwendete Komponenten:
Sender: DX9 Empfänger: AR600
Seite: Digital-Metall 9 g
Höhe: 2 x Digital-Metall 9 g
Quer: 2 x Digital-Metall 9 g
Störklappen: 2 x Digital-Metall 9 g
Bezug:
Fachhandel