BFR Dipl.-Ing. Heimo Stadlbauer | 02.11.2017

17. Styria Elektroflugmeeting Dietersdorf-Gnasbach

1.EMFK Langenwang

Das schöne Wetter lockte am 12.08. und 13.8.2017 wieder zahlreiche Elektroflug-Piloten nach Dietersdorf am Gnasbach. Das tolle Modellflugzentrum des UMFC Gnas weist eine Graspiste sowie eine 100 m lange Asphaltpiste auf, weiters einen Hangar zur Aufbewahrung der Modelle. Stromanschluss und fließendes Wasser ermöglichen dem Wohnmobilfreund, sich dort zum Modellfliegen aufzuhalten.

Insgesamt 34 Piloten mit ca. 90 Flugmodellen bevölkerten das Modellflugplatzgelände. Die Spanne der Elektroflugmodelle reichte vom 0,5 m Modell bis zum 6 m Segler. Zum Antrieb wurden ausschließlich bürstenlose Motoren und LiPo-Akkus eingesetzt. Mit einem Bannerflug „Herzlich Willkommen“ eröffnete „Mr. Depron“ Egon Gaksch das 17. Styria Elektroflugmeeting.

Stefan Nedoma brachte ein Transall C 160 mit 3m Spannweite und 6,3 kg Gewicht leider nur kurz in die Lüfte. Erinnerungen an die Pionierzeiten der Fliegerei in den 20er Jahren kamen auf, als Sepp Elsnigg mit seiner Klemm L 25d (Spwte. 2,2 m, Gewicht 2,7 kg) abhob. Wurden doch mit diesem erfolgreichen Muster vor ca. 90 Jahren mit ca. 40 PS zahlreiche Rekorde geflogen und Preise gewonnen. Dazwischen flog Reinhard Kopka seine zahlreich mitgebrachten Modelle vor. Naturähnliche Modelle, wie die Fokker E III, Mitsubishi A6M „Zero Fighter“, Chance Vought F4U „Corsair“, Cessna 170, Lockheed T 33, Pilatus PC 6, BAe T-45 „Hawk“, Aero L 39 „Albatros“, Cessna L 19 „Bird Dog“, Mirage 200 etc. zogen ihre Bahnen durch die Lüfte.

Dazwischen gab es zur Auflockerung Kunstflug mit musikalischer Begleitung, dargeboten von Lisa und Fritz Jamnig. Mit seinen sechs Metern Spannweite nutzte Sepp Fahrleitner (alles Gute!) mit seinem Segler „Lunak LF 7“ die Thermik, einmal sogar in Begleitung eines Greifvogels. Die Hubschrauber-Piloten Stefan Grafoner und Matthias Neubauer zeigten einerseits scalemäßiges Fliegen (Rotorway Excel 162 F) und andererseits 3D-Kunstflug (Gaui X 5/7). Neu war, dass auch Verkehrsmaschinen diesen Flugplatz zum Starten und Landen nutzten. Eine Boeing 737 mit 2,2 m Spannweite und 7,2 kg Gewicht, pilotiert von Daniel Tammerl, stieg auf und zog elegant und naturgetreu ihre Kreise. Daniel führte auch die bunt bemalte Short Skyvan vor (2,8m Spwte., 6.5 kg Gew.) einige Male vor.

Der LSL von Kärnten Peter Zarfl brachte diesmal eine Zlin 137 T (2,8 m Spwte., 8 kg Gew.) mit. Nach zweijähriger Reparatur-Pause genoss der Präsident des hiesigen Vereins Heinrich Geiger das tolle Flugbild seiner Cessna Bobcat AT 50. Diese in den USA während des 2. Weltkriegs eingesetzte Trainermaschine bringt immerhin 23 kg auf die Waage und hat eine Spannweite von 3,65 m. Elektrisch betriebener Fesselflug gab es auch zwischen den Flugvorführungen. Hermann Schuster führte zwei Semi-Scale-Modelle an der Strippe vor. Wie das Original „brummte“ der Rübenbomber Antonov AN 2 über die Maisfelder. Der Pilot war Daniel Wilfling. Wer das Original dazu betrachten will, kann das ab 1.5. 2018 im Österreichischen Luftfahrtmuseum Graz Thalerhof machen (www.luftfahrtmuseum.at). Last but not least soll noch der „Ugly Stick“ von Wolfram Kügler als Besonderheit erwähnt werden. Optisch ausgestattet mit einem 10 cm³ Webra Verbrenner-Motor, versteckte sich im ehemaligen Tankraum in Wirklichkeit ein Außenläufer-Motor, der den Propeller über eine Welle antrieb. Und die Motordrossel konnte auch noch über ein Servo parallel zum Regler betätigt werden.

Als Platzsprecher führte wieder der Organisator Heimo Stadlbauer gekonnt durch das Meeting. Der Präsident Heinrich Geiger und Heimo Stadlbauer freuen sich wieder auf das 18. Styria Elektroflugmeeting im Jahr 2018.

Vielen Dank an den Verein UMFC Gnas für die Durchführung des Treffens und an die vielen HelferInnen, die ja letztendlich so eine Veranstaltung erst ermöglichen.

Fotos: Stadlbauer, Gaksch, Jamnig