Ing. Manfred Dittmayer | 04.10.2017

Triple von aero-naut oder „Holz ist geil“

Wie dem geneigten Leser wohl bekannt sein dürfte, hat die Firma aero-naut für uns Modellflieger das Holz wiederentdeckt. Alte Werkstoffe mit modernster Technik verarbeitet zeichnen die Bausätze aus. Mit der Baureihe „Triple“ bringt aero-naut eine Bausatzreihe auf den Markt, die in insgesamt sechs Varianten angeboten wird. Sie besteht im Grunde aus einem Elektro-Rumpf und einem Segler-Rumpf sowie aus drei Tragflächenvarianten. Alle Tragflächen sind konventionelle aufgebaut und mit Hilfe der mitgelieferten Helling  leicht und korrekt herzustellen.

„Triple Speed“
hat 178 cm Spannweite, eine einfache V-Form und lange Querruder. Das Profil hat eine gerade Unterseite und ermöglicht so rasante Flüge und herrlichen Segelkunstflug.

„Triple R.E.S.“
hat 199 cm Spannweite sowie eine höhere V-Form als der „Triple Thermik“. Konform zu den RES-Wettbewerbsregeln wird das Modell nur über Seiten- und Höhenruder sowie Störklappen gesteuert.

„Triple Thermik“
hat 255 cm Spannweite und ist mit Querrudern und Störklappen ausgestattet. Das Profil ist auf Thermikflüge ausgelegt und verleiht dem Modell gutmütige und leistungsfähige Flugleistungen.

Die Bausätze:
Beinhalten alle zum Bau erforderlichen Materialien exklusive Bespann - Material und Klebstoff. Alle Bauteile sind sauber „gelasert“ und passen einwandfrei. Die mitgelieferte Bauanleitung beschreibt anhand von Baustufenzeichnungen Schritt für Schritt die Herstellung des Modells. Dadurch ist es auch durchaus weniger geübten „Modellbauern“ möglich, diese Modelle im „Old School Look“ zu fertigen. Natürlich ist das Bauen dieser Modelle nicht mit Schaumwaffeln oder Super CFK-Modellen zu vergleichen, macht jedoch ein enormes Vergnügen, wenn man sich dafür genug Zeit nimmt. Das heißt, man muss mit ca. 20-30 Stunden Arbeitszeit rechnen, wird aber für die Mühe mit ausgezeichnet fliegenden und schönen Modellen belohnt.

Flugeigenschaften der verschiedenen Varianten:
In der Redaktion wurden alle Modellvarianten sowohl mit Elektroantrieb als auch als Segler getestet:
Für Piloten, die das schnellere Fliegen am Hang oder in der Ebene bevorzugen, ist die Variante mit den Speed-Tragflächen zu empfehlen. Für erfolgreiches Thermik-Kreisen bietet sich die Variante mit den Thermik-Tragflächen an, die bei den Testflügen auf der Sommeralm mit ihrer Leistung viele Teilnehmer begeistern konnte. Die RES-Variante zeigt ebenfalls gute Flugleistungen und ist besonders Einsteigern in den RES-Wettbewerb zu empfehlen.

Ausstattung der Testmodelle:
Bis zu sechs 9 g-Servos je nach Verwendungszweck (Höhenruder, Seitenruder, Querruder und Bremsklappen) werden benötigt. Als Antriebs Akku in der Elektroversion kommt ein 3s-Lipo mit ca. 2000 mAh mit einem Regler ab 20 A zur Anwendung, der einen Brushless-Motor (ca. 150 Watt), mit einer Luftschraube 9x5 „befeuert“. Bespannt wurden die Modelle mit Oracover-Folie transparent und auch selbstklebend.

Fazit:
Der Bau der Modelle macht einfach großen Spaß. Je nach Einsatzzweck erfüllen alle Bauvarianten die in sie gesetzten Erwartungen voll. Ganz nebenbei zu erwähnen ist, dass die Winter-Bauzeit vor der Tür steht und viel Holz im Winter nicht nur den Hintern wärmt, sondern auch viel Bau- und Flugspaß bereiten kann.

Fotos: Peter Kühweidner/Manfred Dittmayer

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