10.05.2017 | Fritz Koch und Joachim Etschmayer

Zeitenwende bei den Nurflügeln

Der am Samstag, dem 06.05.2017 stattgefundene Nationale Wettbewerb in RC / Nurflügel (die NÖ-Landesmeisterschaft wurde heraus gewertet) brachte erstaunliche Ergebnisse.

Man könnte direkt sagen, der schwere Brettnurflügel wurde abgewählt, die Gepfeilten und Leichten triumphierten. Und das kam so. Unter der bewährten Wettbewerbsleitung von Curt Weller hatten die Modellflugfreunde des MFC Pulkautal einen vorbildlichen Bewerb ausgerichtet, der bei schwachen, thermisch umlaufenden Winden gestartet wurde. Schon die ersten beiden Piloten, jeweils mit dem RES-Dart, legten volle Maximal-Zeiten vor, an denen die Meisten scheiterten. Da drei Durchgänge mit einem Streicher vorgesehen war, hofften alle auf die sich weiter aufbauende Thermiklage und bessere Leistungen.

Im zweiten Durchgang legte der spätere Sieger mit Start Nr. 1 weiter vor, doch konnten weitere Piloten, in den jetzt stärkeren Aufwinden voll fliegen. Allerdings war die Thermik zum Teil schon verblasen, bzw. gab es neben enormem Steigen auch gnadenloses Saufen, sodass eine gute Taktik gefragt war. Dadurch war in der Reihenfolge wieder einiges offen und der letzte Durchgang mischte nochmals durch. Auch hier war bei immer stärkerem Wind die Thermik nicht leicht zu lokalisieren, was zu einigen Nachstarts, aber auch zu schönen Höhenflügen führte (immer ganz knapp unter 150m).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei diesen Bedingungen, die leichten Modellen sehr gute Hochstarthöhen erzielten, während die schwereren Bretter trotz stärkerem Gummi keine größeren Höhen erreichen und bei Bedarf auch nicht so eng kreisen konnten. Das eindeutig beste Konzept war der leichte, gepfeilte RES-Dart auf den Plätzen 1., 2., 4. In die Phalanx eindringen konnte lediglich der noZoRES, als das leichteste Brett, mit Platz 3. Der neue niederösterreichische Landesmeister heißt Leopold Beham, gefolgt von Fritz Koch und Joachim Etschmayer.

Selbstverständlich muss berücksichtigt werden, dass Wetterglück und Pilotenkönnen beim Bewerb auch dazu gehören. Andererseits muss festgestellt werden, dass die neuen Pfeile (weitere werden demnächst im „Open Space“, dem Newsletter der IG-Nurflügel vorgestellt) große Hochstarthöhen ohne Unarten erreichten und das Handling problemlos ist.

Weiters ist erwähnenswert, dass auch einige andere Modelle der RES-Klasse zuzuordnen waren und damit die Vorteile einer guten Holzbauweise, mit einer handlichen Spannweite kombinierten.
In diesem Sinne kann gespannt auf die nächsten Treffen und Bewerbe geblickt werden.

Mit Fliegergrüßen
Fritz Koch und Joachim Etschmayer