BFR Wolfgang Schober

29. Österreich Pokal der Seglerschlepper (Klasse RC-SL)

Seit 1988 wird der Österreich Pokal der Klasse Seglerschlepp nun schon in ununterbrochener Reihenfolge ausgetragen. Wie in den Jahren davor, wurden auch heuer wieder vier Teilbewerbe geflogen. Die Einzelergebnisse wurden danach mit einem Punktesystem zusammengezählt und die Gesamtwertung erstellt. Das Wetterglück war diesmal auf unserer Seite, denn es herrschte im Wesentlichen jedes Mal Sonnenschein und wenig Wind. So waren die besten Voraussetzungen gegeben, um die neu in der Szene angetretenen Piloten perfekt in das Wettbewerbsgeschehen aufzunehmen. Hier sind die Teams aus Tirol zu nennen, wo Aldo Mayr mit seinem Swiss Trainer seine Kollegen Ulli Weber und Ernst Riedel mit ihren beiden Ka – 7 in den Farben rot und gelb in die Höhe zog. Aber auch aus Niederösterreich waren einige neue Modelle zu sehen, so z.B. Karl Schober mit  Bücker Jungmann, Erich Hunstorfer mit Foka sowie Martin Winter mit seiner Wilga. Nicht zu vergessen, Andreas Geistberger der seinen Big Lift soweit verbesserte und nun um die Medaillenränge mitfliegt. Aber auch aus Oberösterreich haben sich beim dortigen Bewerb einige Teams aus der Umgebung eingefunden, die mit neuen Modellen antraten und die Szene bereicherten.

Bei den Spitzenteams hat sich materialmäßig nichts verändert. Die bewährten Modelle werden weiter verwendet und sind immer noch für Topplatzierungen gut. Josef Eferdinger hat sich mit seiner elektrischen Zlin 134 L weiter zusammengerauft und ist mit seinem Partner Josef Wögerbauer auf ASW 15 immer für einen Stockerlplatz gut.

Am 21.Mai ging es in Kraiwiesen(Sbg) mit dem ersten Teilwettbewerb los. Von Anfang an flogen die Hausherren Martin Winkler/Karl Stöllinger der Konkurrenz davon und gewannen alle drei Durchgänge und somit auch den Wettbewerb. Auf den Rängen folgten Sepp Maier/Walter Jandl (K) und Florian Schlömmer/Georg Scheck (Stmk). Erstmals waren aus Niederösterreich rund um Erich Hunstorfer ein paar neue Gesichter zu sehen, die sich in diesem Feld wacker schlugen.

Am 18.Juni ging es in St.Stefan im Jauntal (K) weiter, wo sich ein ähnliches Bild ergab: Es siegten Winkler/Stöllinger (S) vor Schlömmer/Scheck (Stmk) und Maier/Jandl (K). Erfrischend war wieder die Teilnahme der jugendlichen Brüder Alexander und Johannes Lach, die sich im Mittelfeld platzieren konnten.

 Schon zwei Wochen später, am 2.Juli, wurde der dritte Teilwettbewerb in Alkoven (OÖ) geflogen. Diesmal wurde die unglaubliche Teilnehmerzahl von 16(!) Teams erreicht, was ein Maximum für die Durchführung eines Bewerbes an einem Tag darstellt. Das herrliche Sommerwetter wurde am Nachmittag durch starke Winde und ein heranziehendes Gewitter getrübt, sodass der Wettbewerb am Beginn des dritten Durchganges  abgebrochen werden musste. Das Endergebnis setzte sich deshalb nur aus zwei Flugdurchgängen zusammen und sah Maier/Jandl (K) am ersten Rang. Auf den Plätzen folgten Winkler/Stöllinger (Sbg) und Eferdinger/Wögerbauer (OÖ). Landesfachreferent Josef Eferdinger hat sich mächtig ins Zeug gelegt und sechs Teams aus Oberösterreich zur Teilnahme animiert. Dass es ausgezeichnete aber in der Schleppszene noch unbekannte Teams gibt, beweist der vierte Platz von Werner Hufnagl/Michael Atzwanger aus Treubach.

 

Wenn man die Ergebnisse der Wettbewerbe ansieht würde man meinen, dass in der Gesamtwertung Winkler/Stöllinger vom erste Platz nicht mehr zu verdrängen wären. Es sollte jedoch anders kommen.

 

Am 10.September wurde der Schlussbewerb beim Kulm in der Steiermark geflogen. Lediglich sechs Teams haben den Weg dorthin gefunden und Winkler/Stöllinger waren nicht dabei. Eine Teilnahme war durch einen Krankenhausaufenthalt von Martin Winkler nicht möglich. So wurde eifrig gerechnet und spekuliert mit dem Ergebnis, dass Maier/Jandl den vierten Teilbewerb gewinnen muss, um in der Gesamtwertung den ersten Rang zu erreichen. Um es vorweg zu nehmen, sie  hielten der Anspannung stand und gewannen alle drei Durchgänge und damit den Bewerb am Kulm. Auf den Rängen folgten Schlömmer/Scheck (Stmk) und Geistberger/Hillbrand (Stmk). Vor allem der Leistung von Andreas Geistberger ist Respekt zu zollen, der seinen elektrifizierten Big Lift so weit optimiert hat, dass damit perfekte Schleppflüge möglich sind.

 

Die Gesamtwertung wird nach einem Punktesystem erstellt, wobei bei vier geflogenen Teilbewerben ein Streichergebnis möglich ist. Nach der Erstellung der Gesamtwertung gab es folgende Reihung:

 

1.Rang            Sepp Maier/Walter Jandl (K)                         29 Punkte

2.Rang            Martin Winkler/Karl Stöllinger (S)                   29 Punkte

3.Rang            Florian Schlömmer/Georg Scheck (Stmk)     26 Punkte

 

Durch die Punktegleichheit der beiden Erstplatzierten gab den Ausschlag zum Sieg das bessere Streichergebnis von Maier/Jandl – ja, so knapp können Spitzenplatzierungen auseinander liegen.

Fazit: Eine lange Saison ging zu Ende die nur positive Eindrücke hinterlässt. Das Wetter spielte (fast)immer mit, es gab keinen einzigen Absturz, keine gröbere Beschädigung oder gar einen Unfall und es gab ein neues Team am Siegespodest – was will man mehr? Ich jedenfalls freue mich schon auf eine Neuauflage in der Saison 2017, wo das 30-jährige Jubiläum des Ö-Pokals der Seglerschlepper gefeiert wird.

 

P.S. Das Gesamtergebnis und sämtliche Detailergebnisse findet man auf unserer Homepage www.mfg-reblaus.com !