WAS IST BEWILLIGUNGSPFLICHTIG? FLIEGEN MIT KAMERA – SCHLEPPFLÜGE – ZUCKERLBOMBER

Grundsätzlich ist die Art des Fluges entscheidend!

Sobald ein mit Kamera ausgestattetes „Flugmodell“ nicht mehr zum Zweck des Fluges selbst bzw. gewerblich oder gegen Entgelt betrieben wird, wird es zu einem UAV der Klasse 1, womit eine Bewilligungspflicht besteht.

Unter „zum Zweck des Fluges selbst“ – und somit bewilligungsfrei – sind sämtliche Aktivitäten „zum Zwecke des Sports und der Freizeitgestaltung“ zu verstehen!

Wenn die Kamera nur zum Zwecke des Fluges selbst (FPV-Fliegen) verwendet wird, ist keine Bewilligung von der ACG notwendig. Sobald allerdings Aufnahmen/Videos gemacht und auf dem Datenträger abgespeichert werden, ist eine Bewilligung unbedingt erforderlich.

Ebenso unter „zum Zweck des Fluges selbst“ fallen beispielsweise Schleppflüge von Segelflugmodellen. Auch das Schleppen von Bannern, solange es nur der im Modellflugbereich üblichen Nachahmung von Großluftfahrzeugen dient, ist als „Sport- und Freizeitgestaltung“ anzusehen.

Auch der unter dem Begriff „Zuckerlbomber“ bekannte Abwurf von Naschereien aus geringer Höhe über einem eigens dafür abgesperrten Gelände, zu dem Personen erst nach Beendigung des Modellflugbetriebes Zugang erhalten, stellt in dem Sinn keinen Arbeitsflug dar und ist ohne Bewilligung zulässig.