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Präziser Kunstflug? Kein Problem.

RCIII-Trainingswoche in Laa

Auch heuer traf sich in der letzten Aprilwoche der 'Kunstflugnachwuchs' zur RCIII Trainingswoche, diesmal in Laa an der Thaya.
Als Neuheit zum Vorjahr hatten wir heuer über die ganze Woche mit Ernst Maurer einen hervorragenden Trainer zur Seite.

Montag vormittags begann es mit 'freiem Fliegen', um einmal die von der Winterpause noch ungeübten Finger aufzuwärmen. Nachmittags versuchten wir das neue RCIII Programm zu fliegen und eines war sofort klar: Da kommt viel Arbeit auf unseren Trainer (und natürlich auch auf uns) zu!

Dienstagsmotto: Versuchen wir einmal wirklich die Linie zu halten - schwierig genug bei 90 Grad Querwind. Der Flugplatz ist für die Trainingswoche bestens geeignet, da man von beiden Seiten fliegen kann. Vormittags drückt der Wind herein, nachmittags bläst es raus - somit beides trainiert. Wettermäßig hatten wir wieder einmal ein Riesenglück - die Vorwoche (F3a Trainingslager) noch ziemlich schlecht - aber ab Montag trotz gedämpfter Vorhersage fast perfekt. Gerade am Mittwoch hatten wir 2 Stunden Regenpause.

Betonen möchte ich die wiklich tolle Betreuung von Pepi Gerlinger und Rudi Brachtl - jeden Tag war beste Verpflegung organisiert und die Abende waren immer sehr gesellig. Dieses Jahr konnte Thomas den 'Zanglerkönig' an Hannes (Motorschaden am ersten Tag) abgeben. Ansonsten gabs aber keine gröberen technischen Probleme.

Etwas zur Technik: Sigi flog einen Rainbow mit Yamada 4-Takter - Hannes, Pepi und Rudi hatten schon eine neue Valanga mitgebracht und waren teilweise noch mit Einstellarbeiten beschäftigt, wobei Ihnen Peter Ortner, der am Mittwoch bei uns vorbeischaute, sicher ein paar zusätzliche Tipps geben konnte.

Christian setzt heuer das Elektrokunstflugmodell 'DREAM' ein (Vertrieb: Lorenz Modelltechnik / D). Spw.: 187cm, Länge 176cm, Gewicht 3800g - angetrieben von einem bürstenlosen Lehnermotor (1930/8) mit Reisenauergetriebe 6:1. Versorgt wird das Kraftpaket von 28 Sanyo R-2400 NiCd. Das ergibt bei einer Stromaufnahme von ca. 37A eine Abgabeleistung von etwa 1kW (ca. 1,4PS) und diese Kombination ist deutlich besser als die E-Flieger der letzten Jahre.

Das Modell erinnert, von der Leistung her, an die F3A-Maschinen mit 180cm Spannweite, motorisiert mit Hanno Special o.ä. und die Bremswirkung in den Abwärtspassagen ist durch das Getriebe wie mit einem 4-Takter. Noch ein paar gewichtige Details zu der Maschine: Modell inkl. Fahrwerk: 1200g, Akku: 1680g, Antrieb (inkl. Regler+Luftschraube): 490g, RC-Komponenten: 175g, Diverses (Anlenkungen, Räder, ...): 250g.

Natürlich habe auch ich die kalte Jahreszeit zum 'Basteln' genutzt. Geplant hatte ich eine Synergy von ZN Line, aber nachdem sich die Lieferung verzögerte, begann ich mit einer Extra (Rumpfform von der Eigenkonstruktion, die ich schon vor 2 Jahren zum Einsatz brachte). Wobei die Bezeichnung Extra nur mehr auf den Rumpf zutrifft. Die Fläche ist von der Geometrie sehr stark abgeändert und mit 184cm Spannweite um etwa 60cm kürzer, als es der Scalemaßstab (bei einer Rumpflänge von 198cm) fordern würde - Profil übrigens vom Somenzini-PLProd-Smaragd abgekupfert. Das Gewicht konnte ich mit einem Wabensandwichrumpf und konsequenter Gewichtsreduktion bei allen Bauteilen auf 4350g! reduzieren.

Die Windempfindlichkeit, sowie das Abreißverhalten beim Snap sind gegenüber der 'alten Extra' um vieles besser. Aufgrund des günstigeren Gewichtsverhältnisses zieht der OS140RX die Maschine mühelos nach oben und die Bremswirkung des Modells in den Abwärtspassagen lässt keine Hektik aufkommen. Alles in allem eine gelungene Kombination. (So haben späte Liefertermine auch Ihr Gutes.)

Am Donnerstag wurde unser Coach von Michael Klamecker unterstützt, der uns so manche Ratschläge geben konnte und auch ein paar Tricks ausplauderte.

Freitag kam dann die Stunde der Wahrheit - wir flogen einen Wertungsdurchgang. Die Flüge wurden gegenseitig bewertet und gleich anschließend diskutiert. Helmut Danksagmüller, der uns nachmittags besuchte, punktete und analysierte die Flüge gleich mit. Aufgefallen ist mir, wie knapp die Wertungen der einzelnen 'Punkterichter' aneinander lagen. Offensichtlich wusste schon jeder von uns vorauf's ankommt, alleine das Umsetzen erfordert noch einiges an Training.

Insgesamt gesehen war diese Woche sehr effektiv - besten Dank nochmals unseren Gastgebern, unserem Coach, sowie den Besuchern aus der F3A Liga.

Wolfgang Eckhart
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