Int. F3A Wanderpokalfliegen in Schärding
Der Kampf um die ersten Pokale dieser Saison begann heuer in Schärding. Dieser Bewerb zählt auch heuer wieder für die Qualifikationswertung des österreichischen Nationalteams.
Anscheinend stand die Veranstaltung unter einem guten Stern, denn die Götter ließen es zu, dass beide Tage von einem perfekten Wetter umrahmt wurden. 28 Spitzenpiloten aus drei Ländern, hatten sich an diesem Wochenende zusammengefunden.
In diesem Jahr muss wieder ein neues F3A Programm (P03) geflogen werden. Natürlich war jeder ein wenig nervös und auch neugierig, was denn so der erste Wettbewerb bringen würde. Da es am Freitag keine Trainingsmöglichkeit gab (absolutes Schlechtwetter), mussten fast alle ohne einem Trainingsflug an den Start gehen.
Als alle Piloten ihre Modelle aufgebaut hatten, stand fest, dass sich von der technischen Seite nicht allzuviel getan hat. Die Modelle sind teilweise in der Spannweite kleiner geworden (ca. 186cm). Es haben schon einige Maschinen ein starres Fahrwerk, was meines Erachtens, manche Modelle hübscher erscheinen lässt. Die Motoren haben sich in den Typen und Aufteilung der Marken auch nicht verändert (man zählt auf bewährtes). Der eine oder andere hat jedoch angekündigt, dass er am Ende der Saison, sich mit den neuen Motorentypen auseinander setzen wird, um Erfahrung für nächstes Jahr zu sammeln.
Bei den Fernsteuerungen hat sich, wie auch bei den Motoren, auch nicht wirklich etwas getan. Einige Piloten setzten Handsender von der Firma Futaba ein, die allerdings mit einem Pult, zweckentfremdet wurden. Das hat aber einen Sinn. Denn mit einem Handsender ohne Pult ein F3A Programm fliegen, wird niemals so exakt wie mit.
Schon bei den ersten Flügen wurde diskutiert: Hat der Pilot so viel trainiert oder fällt ihm das Programm so leicht?
Da man die Punkterichtermanschaft sicher zu den Besseren zählen konnte, darf davon ausgegangen werden, dass die Wertungen korrekt waren. Im Laufe des Bewerbes, sah man von unseren "besseren" Fliegern (Danksagmüller, Zeiner, Kronlachner), wirklich perfekte Flüge, wo man sich die Frage stellen musste: Was kann man da noch besser machen?
Am Samstag konnten jeweils Helmut und Markus einen Durchgang für sich entscheiden. So blieb es bis am Sonntag spannend.
Es darf natürlich auf keinen Fall unerwähnt bleiben, dass wir erstens, an diesem Wochenende sensationell verpflegt worden sind, und zweitens, die Organisation überdurchschnittlich gute Arbeit geleistet hat.
Am Sonntag wurde es dann noch einmal spannend. Denn Helmut und Markus schnapsten sich den Sieg aus. Noch zusätzlich attraktiver war die Tatsache, dass beide unmittelbar hintereinander fliegen mussten. Markus war als Erster dran. Es gelang ihm ein perfekter Flug. Die Höhe der Punkte, die er erhielt, ließen schon einen Sieg erahnen. Helmut, der anschließend startete, gelang ebenfalls ein Superflug. Ich beobachtete beide sehr genau, aber mein, doch schon geschultes Auge, konnte keinen der beiden als Favoriten erkennen.
Nach der Auswertung stand schließlich fest, dass Helmut ganz knapp den Sieg heimfliegen konnte.
Aber man darf nicht nur die zwei Piloten an der Spitze loben, denn auch die anderen zeigten wirklich sehr schöne Flüge.
Und somit ist meiner Meinung nach in Österreich ein sehr hohes fliegerisches Niveau vorhanden.
Diese schöne Veranstaltung wurde noch mit einer riesen Tombola und einer schönen Siegerehrung abgerundet.
Ich persönlich möchte der Organisation noch eines sagen: Super gemacht und ich freue mich schon auf nächstes Jahr.
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