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Das F3A-Trainingslager in Oberpullendorf und Kirchschlag

Turbulent und gesplittet

Zum sechsten Mal trafen sich die F3A- Kunstflieger im Osten Österreichs zum traditionellen Auftakt in die Aerobatik- Saison.

Erstmalig wurde das Teilnehmerfeld heuer in zwei, täglich personell wechselnde, Gruppen geteilt. Dies hat den Sinn, dass die Teilnehmeranzahl von max. 12 Piloten gleichbleiben konnte, jedoch durch die Splittung auf zwei Flugplätze, die Anzahl der Flüge pro Pilot erhöt werden konnte. Durch die durchdachte Organisation ist dies auch gelungen. Jeweils eine Gruppe flog in Oberpullendorf, die andere in Kirchschlag/NÖ. Der Modellflugplatz des UMFC Kirchschlag liegt in der Buckligen Welt 20km westlich von Oberpullendorf auf einer Höhe von ca. 600m. Die Rasenqualität glich dem Green eines Golfplatzes und war somit perfekt für uns vorbereitet. Vielen Dank an die Kollegen vom UMFC Kirchschlag unter der Leitung ihres neuen Obmannes Harald Kafka, welche ganze Arbeit geleistet haben!

Während der Woche zeigte sich, dass die Wetterbedingungen an beiden Plätzen sehr unterschiedlich sein können. Während wir einen verregneten Nachmittag in Oberpullendorf mehlspeis(fr)essend (vielen Dank an Silvia) und kaffeetrinkend verbrachten, absolvierten die Mitglieder der Kirchschlag-Crew locker ihre geforderten 4 Flüge. Die Grosswetterlage kann man getrost mit dem Wort 'turbulent' zusammenfassen - also gewohnte Verhältnisse für diese Jahreszeit.

An Neuheiten konnten wir die beiden Tornados der Motzko`s und die Synergy-Zwillinge von Markus Zeiner bewundern. D&H Motzko setzen neuerdings die Handsender von Futaba ein. Diese wurden jedoch mit perfekt angepassten, CNC-gefrästen Aufhängungen zu Pultsendern entartet. Zeichnet sich hier etwa ein neuer Trend ab? Manfred Dworak widmete den neuen Tornado seinem verstorbenen Vater Felix, der in Form eines Photos auf der Tragfläche -In Memoriam Felix- immer mitfliegt. Eine unglaublich nette Geste, wie ich meine.

Unglücksrabe der Woche war Günther Ahlen, der gleich am Montag aus bisher ungeklärter Ursache seinen neuen Tornado verlor, kurzerhand nach Salzburg pilgerte um seine Ersatzmaschine zu holen und bereits am Dienstag früh (!) wieder unter uns war. Unser Hobbypsychologe Alex Heindel konnte den naturgemäß stark verunsicherten Pechvogel davon überzeugen, sich 'wieder aufs Pferd zu setzen' und nach ein paar 'Sicherheitsfiguren' sahen wir den 'alten' Günther das neue F3A- Programm (P-03) fliegen. Zu allem Überfluss erkrankte er dann aber und wurde von mir mit Verdacht auf Salmonellenvergiftung ins Krankenhaus Oberpullendorf gebracht. Günther meinte noch: 'I bleib sicha net üba die Nocht do', die Ärzte belehrten ihn aber eines Besseren und behielten ihn in ihrer Obhut.

Nach seiner Entlassung wollten wir Ihm die Heimfahrt mit dem Gespann aus PKW und Wohnwagen ersparen, weshalb Mike, unser Organisator, früher als geplant am Freitag das Trainingslager abbrach, sich in Günther`s Auto setzte, um Ihn sicher nach Salzburg zu chauffieren (Originalzitat von Mike: Bei de Baustön woas ziemlich eng mit dem Kibl do hintn draun). Markus bezichtigte den Yamada seiner Ersatzmaschine des Drehzahlmangels. Vergleiche mit den anderen Motoren dieses Herstellers zeigten jedoch, dass es eigentlich keinen Grund zur Aufregung gab. 'Genügend Sprengstoff' hat halt noch nie geschadet.

Erich Filgas tüftelte permanent an der Aufhängung seines Zerknalltreiblings herum und entwickelte sich während der Woche zum Vielschrauber. Mittlerweile ist er Meister in der Blindmontage seines Antriebes. Mike, unser 'Dr. Yamada' hat glücklicherweise genügend technische Ratschläge im Köcher, und so konnte immer schnell und unbürokratisch geholfen werden. Dieser tolle Service ist mit ein Grund, warum sich in Österreich die viertaktenden Yamadas nicht nur in der Szene immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Der Sinn und Zweck dieses Camps wurde heuer wieder voll erfüllt. So konnten wieder die ersten konzentrierten Flüge abgespult werden und die technischen Kleinigkeiten, die jedesmal wieder bei neuem Material auftreten, wurden beseitigt. Leider ging diese ereignisreiche Woche viel zu schnell vorüber und so hoffe ich, Euch im nächsten Jahr wieder in Oberpullendorf begrüßen zu dürfen.

Norbsi
(Norbert Polatschek)
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