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F3A in Liechtenstein
Die Anreise der 13.österreichischen Teilnehmer zum 37. Freundschaftsfliegen in Liechtenstein erfolgte großteils am Freitag, damit noch Gelegenheit für einen Probeflug blieb.
Der größte Teil der Piloten samt Anhang war in Pensionen untergebracht, eine kleinere Anzahl campierte direkt am Flugplatz.
Herrschten am Freitag noch gute Bedingungen mit Sonnenschein, so änderte sich am Samstag bei Wettbewerbsbeginn 'nicht viel'. Es waren gute, windstille Verhältnisse, die nur durch den Regen samt der teilweise tiefliegenden Wolkenfetzen getrübt wurden. Doch dies sollte einen Kunstflugpiloten nicht abschrecken und so wurde der gesamte 1. Durchgang von den 53 teilnehmenden Piloten aus 10 Nationen im Regen absolviert (ein altes Sprichwort dazu: 'Modellflieger sein heißt kämpfen!').
Die 8 Punkterichter (PR) wurden auf 2 Vierergruppen aufgeteilt (Gruppe A und B) und die Piloten wurden auf 4 Gruppen aufgeteilt (zu je 13 Piloten). So flog jeder Pilot einen Durchgang vor PR-Gruppe A und den anderen Durchgang vor PR-Gruppe B. Dies hat den Vorteil, daß die PR-Gruppen innerhalb eines Durchganges zyklisch gewechselt werden können, ohne daß größere Pausen entstehen und sie können sich für (in unserem Fall) 13 Flüge (ca. 2 h) lang ausruhen.
Ziemlich genau mit Ende des 1. Durchganges hörte der Regen auf und die Startnummern 14-26 begannen noch mit dem 2. Durchgang an diesem Tag. Im Anschluß daran zeigte uns Wolfgang Matt noch seinen 3W Funlyer Extra gekonnt im Showflug. Dabei flog er unter anderem einmal Vollgas auf die 100m entfernte große Baumreihe zu und riß 'kurz' davor das Modell senkrecht nach oben, streifte dabei einen Zweig der seine Blätter lassen mußte, gefolgt von einem lauten Aufschrei des Publikums. Danach gab es ein gemütliches Beisammensitzen bei Gulasch mit Spätzle und Salat. Während der größte Teil beim Abendessen saß, zeigte uns der belgische Pilot Benoit Dierickx mit seiner Caprise Freestyle vom Feinsten.
Der 2. Wettbewerbstag begann mit Sonnenschein und leicht bewölktem Himmel. Roland Matt konnte seine Führung mit einer 2. 1000er-Wertung vor seinem Vater Wolfgang Matt behaupten und höchst erfreulich dicht gefolgt von Zeiner Markus auf Platz 3. Helmut Danksagmüller konnte sich als 7. noch für das Finale der 10 besten Piloten qualifizieren.
Das Finale wurde von den Zusehern und speziell von den Österreichern mit Spannung verfolgt und die guten Flüge mit entsprechendem Applaus belohnt. Helmut konnte sich leider nicht mehr weiter nach vorne arbeiten und behielt seinen 7. Platz in der Endwertung. Markus behauptete seinen 3. Platz mit einem schönen Flug.
Günther Ulsamer konnte sich im Finale steigern und verbesserte sich vom 8. auf den 5. Platz.
Noch kurz zu den Modellen und zur Technik:
Modelle wurden vorwiegend von der Fa. PLPROD, Modellbau Lorenz, ZN-Line und einige Eigenbauten geflogen. Bei den Motoren halten sich 2- und 4-Taktmotoren die Waage. Betrachtet man jedoch die 10 Finalpiloten, so waren 80% 4-Taktmotoren (Y.S.), Rest 2-Takt und bei den Modellen 60% PLPROD/Smaragd, Rest Eigenbau, ZN-Line.
Die weitest angereisten Piloten kamen von Südafrika, Rußland und Norwegen. Bei der anschließend durchgeführten Siegerehrung war die Fürstin von Liechtenstein leider verhindert, die Sieger wurden aber trotzdem in einem entsprechenden Rahmen geehrt.
Wie jedes Jahr war auch heuer wieder ein großer Gabentisch vorhanden, wovon jeder der teilgenommenen Piloten profitierte. Das ganze Wochenende war zwar nicht ganz billig, aber eine Reise nach Liechtenstein ist es bei dieser Gastfreundlichkeit und gemütlicher Atmosphäre allemal Wert. Also Termin für nächstes Jahr vormerken!
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