 Man glaubt es kaum, aber dies war der 34.Internationale F3A Bewerb in Schärding. Und eines möchte ich gleich am Anfang erwähnen: Dass diese Veranstaltung schon so oft und immer noch so perfekt abläuft, ist meiner Meinung nach der Familie Spät und ihrem altbewährten Team zu verdanken, die auch dieses Mal super gearbeitet haben.
Heuer erschienen sogar 31 Piloten, davon scheuten 3 polnische und ein schweizer Teilnehmer die sehr weite Anreise nicht. Auch aus Deutschland kamen mehr Piloten als in den vergangenen Jahren und so erhielt diese Bewerb ein recht schönes internationales Flair.
Im Gegensatz zum vorigem Jahr, konnten am Freitag einige Piloten bei schönem Wetter, den einen oder anderen Trainingsflug machen.
Samstag, am ersten Wettbewerbstag, präsentierte sich das Wetter fast irregulär und kitschig (bestes Flugwetter) Insider sagen bei so einem Wetter: Den Knüppel ja nicht angreifen oder es geht wie im Öl. Und es ist auch so, durch das neutrale Flugwetter ist jeder Fehler zu 100% auf ein Pilotenverschulden zurückzuführen.
Beim ersten Durchgang kristallisierte sich die Spitze schon wieder deutlich heraus. Und es wurde gleich zu Beginn um jedes Promille gekämpft. Aber gehen wir von den Profis weg, und schauen uns im Mittelfeld um. Hier ist mir eines sehr positiv aufgefallen. Es gab fünf "Newcomer" in der F3A Szene und vier davon waren zwischen 14 und 18 Jahren!
Die möchte ich hier namentlich erwähnen: Mayr Robert und Gerhard, Hammer Daniel (14) und ein polnischer Jungstar, Urbanski Krzysztof (14) Eines war für uns "alte Hasen" erschreckend, keiner wurde Letzter, es konnten sich sogar einige im Mittelfeld platzieren. Super!
Für die "Alten" heißt es nun, trainieren was das Zeug hält, sonst müssen wir eine eigene Klasse (Senioren) gründen.
Auch dieses Mal gab es kaum technische Probleme. Die Materialien die derzeit in F3A eingesetzt werden, sind schon sehr ausgereift, sicher, und die Piloten gehen auch sorgfältig damit um.
Apropos Material: Es wird derzeit in dieser Klasse das gängige Material verwendet. Die Modelle kommen großteils von ZN-Line und PL-Prod, die Fernbedienungen von JR, Futaba und vereinzelt von Multiplex. Bei den Motoren gibt es auch nicht viel Neues. Man verwendet gerne das Altbewährte, z.B. den OS140RX oder den Yamada 140Limited. Einige Piloten setzten den neuen Webra 160 ein, wo auch dann vereinzelt ein Vierblattpropeller zum Einsatz kam. Was mich natürlich besonders freut, ist die Tatsache, dass die führenden drei Piloten, den neuen Yamada "Dingo", mit Direkteinspritzung, verwendeten.
Nach einem kleinen Ausflug in die Technik, kommen wir wieder zum Wettbewerb zurück.
Der Samstag endete mit einem Exequo-Ergebnis zwischen Helmut Danksagmüller und Markus Zeiner. Beide konnten sich einen Durchgang sichern. Günter Ulsamer, unser deutscher Freund, flog in beiden Durchgängen aber sehr knapp an unsere Burschen heran. Aber da es ihm nicht gelang eine 1000er Wertung zu fliegen, war ein Sieg nicht mehr möglich, jedoch durchaus ein zweiter Platz. Mit so einem interessanten Zwischenstand ging es am Sonntag in die dritte und letzte Runde.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, gingen heftige Unwetter im Schärdinger Raum nieder, und wir hofften, dass es sich bis am Morgen beruhigen würde. Dies tat es dann auch, und wir konnten mit einer kleinen Verspätung den letzten Durchgang fliegen.
Langer Rede kurzer Sinn, Markus schaffte einen Super-Flug und konnte sich damit den Sieg, vor Helmut und Günter, sichern.
Am Rande muss noch erwähnt werden, dass ohne der profesionellen Arbeit der Funktionäre, Uschi Berthold, Hans Eistert, Konrad Neu, Karl Spät und natürlich der fünf Punkterichter, Hauer (AUT), Lessner (D), Köpf (AUT), Wamsler (D), Weniger (AUT), ein Wettbewerb mit 31 Teilnehmern und dieser kritischen Wettersituation, nicht funktioniert hätte. Ich möchte mich daher in Namen aller Piloten dafür bedanken.
Mit einer netten Siegerehrung und einer Tombola ging dieses schöne, aber doch anstrengende, 34.Innviertler Wanderpokalfliegen, zu Ende.
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