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F3A - Trainingslager Oberpullendorf 2003

Oder: Fliegen was das Zeug hält!

Was tut ein völlig normaler Modellflieger am liebsten? Fliegen, fliegen, dazwischen schrauben, über den Flugstil der anderen Kollegen herziehen und kritisieren, und wiederum nix als fliegen!
Aus genau diesem Grunde stand zu Saisonbeginn 2003 wieder ein Trainingslager in der 17. Woche diesen Jahres an. Wie üblich perfekt organisiert von "Miky", Michael Klamecker, dem fahrenden Yamada Ersatzteillager. An dieser Stelle schon einmal herzlichen Dank, im Namen aller teilnehmenden Piloten, für deine Bemühungen!
Was nützt nun aber der Einsatz einer Person, wenn da nicht auch ein Fluggelände zur Verfügung steht? Hier sei gleich einem ganzen Verein und seinem Obmann "Norbsi", Norbert Polatschek, aufs Herzlichste gedankt! Der 1.MMFC Oberpullendorf, stellte sein Gelände, mit allem was dieses zu bieten hat, einem kleinen aber fluggeilen Haufen normaler Modellflieger, für eine Woche komplett zur Verfügung.

1.Tag, 22.04.03
Nach gemütlicher Fahrt trafen Pilot Markus Zeiner mit Cheftrainer (und Mädchen für alles) Franz Zeiner sowie einem deutschen Gastpilot mit Begleitung auf dem Fluggelände ein. Schon anwesend waren die Piloten M. Klamecker und N. Polatschek. 21Grad, leichte Brise und blauer Himmel luden herzlichst zum Trainingsbeginn ein. Jedoch zuvor gegen 13.30Uhr, während der Aufbauphase der Modelle, musste Franz Zeiner feststellen, dass Pilot Helmut Danksagmüller absolut Null und keine Ahnung von(m) Vögeln hat. O - Ton Danksagmüller: Wos fliagt n do zuwa? a Taub'n... a Odler? Es war nichts weiter als ein ganz normaler mittelburgenländischer Bussard, lieber Helmut! Die ersten Flüge verliefen fast problemlos bei allen. Die Programme wurden mehr oder weniger präzise in der "Box" geflogen. Ein Pilot hat nach den ersten Flügen jedoch gelernt, dass aber auch wirklich jede Schraube an einem Modell mit Loctite zu sichern ist. Durch Vibrationen löste sich eine Hebelarm Befestigungsschraube am HLW Servo, der Hebelarm verdrehte sich ein wenig und ließ die sonst Top Flugeigenschaften der 2,5m Raven immens schwächeln. Ja, ich habe es eingesehen! Somit begann zu abendlicher Stunde eine Generalschraubensicherungsaktion bei meiner Raven!

2.Tag, 23.04.03
Besonderes gibt es nicht gerade zu berichten, es war äußerst windig und turbulent. Lediglich, dass es der Tag des Schraubens und der Versuche war! Frei nach dem Motto, wie bekomme ich noch mehr Leistung aus nem "Dingo"?!? Hierzu mein Tip: Fliegt gleich 75ccm, dann gibt's nie Leistungsmangel! Die Trainingsflüge, immer genau von Kollegen beobachtet, nahmen derweil schon richtig Form an. Miky doktert derzeit mit Distanzscheiben am "Dingo" von Markus, da Markus die "Flöhe" im Motor husten hört?! Am Abend gabs dann beim Gastpilot seiner Raven etwas Grund zum Frust! Ein Flügel erweichte sich im Bereich der Querruder Verkastung. Dies wurde dann durch eine übliche Flugplatz - Schnellreparatur behoben! Neben Sturm am Nachmittag und Regen am Abend kam dann auch noch unser "Yellow", Thomas Gelb, um seine Flugkünste mit ein paar Tagen Intensivtraining zu optimieren!

3.Tag,24.03.03
Es war wunderbar trocken und herrlich sonnig, aber es blies ein beschi..... Sturm! Keiner hatte Lust zu fliegen, bis auf einen ganz normalen Piloten! Unser Yellow ließ sich durch nichts beeindrucken und fackelte mehrere Tanks voll gut nitrierten Sprit absolut sinnvoll in der Luft ab. Soviel zum Intensivtraining!?! Verloren hat sein Flieger dabei auch noch was, leider! Miky geht derweil ein wenig Schwammerln suchen und findet die Kabinenhaube eines F3A Fliegers! Herzlichen Glückwunsch Yellow! Jetzt wird g'schraubt und g'harzt!
Um den Tag sinnvoll zu bestreiten lässt Markus voll Elan einen neuen "Dingo" einlaufen. Dieser beißt jedoch ganz kurz aber schmerzvoll in Markus "längsten" Finger (ja, genau den in der Mitte!). Nachdem Markus seine normale, rosige Gesichtsfarbe wieder hatte, folgten logischerweise viele schlaue Sprüche! Einen hat sich Markus besonders zu Herzen genommen, er wird keinen Yamada (niemalsniemehr) von Hand anwerfen!
Sonst wurde einfach zum Zeitvertreib nur geschraubt bei Yamada, 3W und CoKg, fachsimpeln inclusive! Einen Totalschaden zum späten Abend gab es leider dennoch zu verzeichnen. Durch plötzliche Karies am SLW Servo (Bruch des Metallgetriebes) nach einem Snap, verlor Miky seinen MIKANO. Ein Verlust, der absolut nicht hätte sein müssen!

4.Tag, 25.04.03
Bomben-Wetter, leichter Wind und beste Stimmung. Selbst bei Miky, der seinen Ersatzflieger aus der dunklen Edelholzkiste an die frische Luft befördert. Einer, unser Helmut Danksagmüller, schraubt derweil mit dem breitem Grinsen der Freude (nicht wirklich) am Fahrwerk und vergnügt sich zusätzlich an seinem "Dingo"! Dieser läuft Ihm zu "hart", also Scheibe am Kopf rein! ..."Schaas, jetzt hod er ka Leistung mehr - also Scheibe wieder raus! Gut geschraubt Helmut, keine Schraube blieb übrig!
Ansonsten wurden die Trainingsflüge aller Piloten an diesem letzten Tag in Oberpullendorf stets besser und die Figuren präziser. Unterdesen schiebt der Gastpilot aus Deutschland einen gewaltigen Hals! Das Steckrohr der linken Tragfläche "arbeitet" inzwischen, seit dem Abend des Vortages, hörbar im Styropor. Leichtbau ist die eine Seite, halten die Zweite, besonders bei 2,5m Spannweite und 9,5kg Gewicht! Bei einem neuem Sportgerät dieser Größenordnung und diesem geringen Gewicht muss "Mann" eben so seine Erfahrungen machen! Um den Frust, ohne Kunstflug den Tag zu überstehen besser zu verdauen, wurde meinerseits kurzerhand "Heli" geflogen.

An dieser Stelle darf ich mich Euch einmal kurz mit Namen vorstellen. Alex Heindel, der Gastpilot aus Deutschland, welcher einstimmig von allen Piloten zum Autor dieses Berichtes auserkoren wurde, Widerrede meinerseits.... völlig sinnlos! Hab's auch gleich eingesehen, was aber auch völlig in Ordnung ging.

Resümee:
Hör ich da jetzt euerseits die Frage: Was sucht ein Deutscher aus der F3A-X Szene beim Trainingslager F3A Österreich?! Ganz einfach: 1. Die langjährige und verdammt gute Freundschaft zu Markus Zeiner, 2.: Unser gemeinsames Ziel, Kunstflug in Perfektion zu optimieren und 3.; seit dem 2. Besuch im Trainingslager F3A-Austria, eine enge Verbundenheit in einer Clique, die in Deutschland ihresgleichen noch immer sucht! Sorry für das letztere, aber es ist meiner Meinung nach einfach die Tatsache!!! Fliegen, fachsimpeln, offen kritisieren, diskutieren, trainieren und erneut nur fliegen (und schrauben), was das Zeug hält, so tut das richtig gut! (Wenn auch Material wie bekannt schwächelt!?!)

Gratulation nochmals an alle Beteiligten und Verantwortlichen!
In diesem Sinne wünsch ich allen noch ein erfolgreiches Jahr 2003 (+viele weitere mehr) ohne einen Crash!
Holm - und Rippenbruch

Euer, Alex Heindel
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